Pallade Veneta - Streik der Bahn-Beschäftigten in Großbritannien legt Pendlerverkehr lahm

Streik der Bahn-Beschäftigten in Großbritannien legt Pendlerverkehr lahm


Streik der Bahn-Beschäftigten in Großbritannien legt Pendlerverkehr lahm
Streik der Bahn-Beschäftigten in Großbritannien legt Pendlerverkehr lahm / Foto: Daniel LEAL - AFP

Zehntausende Beschäftigte der Bahn in Großbritannien sind am Dienstag in einen Streik getreten und haben vor allem Pendlerinnen und Pendlern das Leben schwer gemacht. Die Gewerkschaft RMT rechnete mit 40.000 teilnehmenden Beschäftigten und kämpft mit dem Ausstand für deutliche Lohnerhöhungen auf dem Niveau der hohen Inflation. Es könnte der Auftakt zu einer langen Streikphase werden, an der sich unter anderem auch die Post sowie Krankenschwestern beteiligen.

Textgröße ändern:

Die Bahn sollte nur von 07.30 Uhr morgens und 18.30 Uhr abends überhaupt fahren und in diesem Zeitraum sollte nur jede fünfte Verbindung angeboten werden. Der Streik war zunächst für zwei Tage und ab Freitag noch einmal zwei Tage angekündigt

Die Bahn bietet fünf Prozent mehr Lohn rückwirkend für dieses Jahr sowie eine weitere Erhöhung um vier Prozent im kommenden Jahr. Die Gewerkschaft RMT weist dieses Angebot vor dem Hintergrund von derzeit über elf Prozent Inflation als unzureichend zurück.

Bis zum Ende dieses Jahres dürfte in Großbritannien kein Tag mehr ohne Streiks vergehen - über die reiseintensiven Feiertage drohen zum Beispiel Arbeitsniederlegungen an den Airports. In vielen Bereichen ist die Not angesichts der hohen Lebenshaltungskosten groß. Krankenpflegekräfte des öffentlichen Sektors fordern gar eine Lohnerhöhung von 17 Prozent - zum Ausgleich für die vergangenen entbehrungsreichen Jahre.

Die Regierung wiederum begründet ihre Ablehnung der hohen Forderungen der Gewerkschaften mit klammen öffentlichen Finanzen und der Gefahr einer Lohn-Preis-Spirale. Sie rief unter anderem die RMT auf, die Streiks abzusagen, um die Reisepläne der Britinnen und Briten zum Jahresende nicht zu gefährden.

G.Riotto--PV

Empfohlen

Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt

Weil er während der Schülerproteste in Frankreich aus nächster Nähe eine Tränengasgranate auf einen 14-Jährigen abgefeuert hat, ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden. Der Beamte sei nach dem Vorfall in Saint-Ouen-l'Aumône nordwestlich von Paris nicht in Untersuchungshaft genommen sondern unter richterliche Aufsicht gestellt worden, teilte ein örtlicher Staatsanwalt am Dienstag mit.

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Internationaler Währungsfonds: Anhaltender Preisschock wegen Kriegen und Krisen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht anhaltende Auswirkungen von Kriegen und Krisen weltweit auf das Preisniveau von Lebensmitteln und Energie. Die Preise für lebensnotwendige Güter seien im Vergleich zu anderen Gütern inzwischen seit Jahren deutlich erhöht, erklärte der IWF am Dienstag. Die Menschen seien "mit einer anhaltenden Verschlechterung der Erschwinglichkeit von Gütern des täglichen Bedarfs" konfrontiert.

Textgröße ändern: