Pallade Veneta - EU-Energieminister können sich erneut nicht auf Preisobergrenze für Gas einigen

EU-Energieminister können sich erneut nicht auf Preisobergrenze für Gas einigen


EU-Energieminister können sich erneut nicht auf Preisobergrenze für Gas einigen
EU-Energieminister können sich erneut nicht auf Preisobergrenze für Gas einigen / Foto: SEBASTIEN BOZON - AFP/Archiv

Die für Energie zuständigen Minister der EU-Staaten haben sich erneut nicht auf einen Gaspreisdeckel zur Bekämpfung der hohen Energiepreise einigen können. Es sei ein langer Tag gewesen, "mit großen Fortschritten, aber noch nicht dem finalen Durchbruch", sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Dienstag nach einem Treffen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel.

Textgröße ändern:

Seit Monaten können sich die EU-Länder bei ihrer Suche nach Maßnahmen gegen die hohen Strom- und Gaspreise nicht auf einen von vielen Mitgliedstaaten geforderten Preisdeckel einigen. Die EU-Kommission hatte einen Vorschlag vorgelegt, der unter hohen Auflagen eine Preisobergrenze im Großhandel einführen würde. Einige Länder sahen den Vorschlag beim letzten Treffen im November als zu lasch an, Deutschland zeigte sich grundsätzlich offen dafür.

In Brüssel bekräftigte Habeck die Sorge Deutschlands vor Versorgungsproblemen im Falle eines Preisdeckels. Die Sache sei "extrem heikel", weil in einen Markt eingegriffen werde, "der die Versorgung garantieren soll". Trotzdem seien "viele Fortschritte erzielt worden". Etwa darüber, "wann wir wieder zu einem Handel zurückkommen, sollte es zu einer Versorgungsnotsituation kommen".

Habeck wollte sich nicht festlegen, ob es am Montag bei dem nächsten Treffen der EU-Energieminister eine Einigung geben wird. "Ich hoffe, dass wir eine politische Situation schaffen, wo wir uns einigen können", sagte Habeck.

Mit dem Thema könnte sich nun der am Donnerstag beginnende EU-Gipfel beschäftigen. Beim vergangenen Gipfel im Oktober hatte es bereits eine Grundsatzeinigung gegeben, eine Preisobergrenze für Gas weiter zu prüfen. "Sollte der Europäische Rat einen Hinweis geben", was er bei dieser Grundsatzeinigung "gemeint hat mit exzessiven Preisen, dann würde das sicherlich die Diskussion in der Umsetzung hier erleichtern", sagte Habeck.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt

Weil er während der Schülerproteste in Frankreich aus nächster Nähe eine Tränengasgranate auf einen 14-Jährigen abgefeuert hat, ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden. Der Beamte sei nach dem Vorfall in Saint-Ouen-l'Aumône nordwestlich von Paris nicht in Untersuchungshaft genommen sondern unter richterliche Aufsicht gestellt worden, teilte ein örtlicher Staatsanwalt am Dienstag mit.

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Internationaler Währungsfonds: Anhaltender Preisschock wegen Kriegen und Krisen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht anhaltende Auswirkungen von Kriegen und Krisen weltweit auf das Preisniveau von Lebensmitteln und Energie. Die Preise für lebensnotwendige Güter seien im Vergleich zu anderen Gütern inzwischen seit Jahren deutlich erhöht, erklärte der IWF am Dienstag. Die Menschen seien "mit einer anhaltenden Verschlechterung der Erschwinglichkeit von Gütern des täglichen Bedarfs" konfrontiert.

Textgröße ändern: