Pallade Veneta - Gehälter bei Post und Paketdiensten seit 2011 nur um sechs Prozent gestiegen

Gehälter bei Post und Paketdiensten seit 2011 nur um sechs Prozent gestiegen


Gehälter bei Post und Paketdiensten seit 2011 nur um sechs Prozent gestiegen
Gehälter bei Post und Paketdiensten seit 2011 nur um sechs Prozent gestiegen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Die Gehälter in der Post- und Paketbranche sind in den vergangenen zehn Jahren deutlich weniger angestiegen als in der Gesamtwirtschaft. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden verdienten die Beschäftigten 2021 im Schnitt 3022 Euro brutto im Monat - das waren nur sechs Prozent mehr als 2011. In der Gesamtwirtschaft stiegen die Verdienste in dieser Zeit um 23,8 Prozent und die Verbraucherpreise um 14,6 Prozent.

Textgröße ändern:

Das geringste Plus gab es in dem Zeitraum für Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung (3,6 Prozent). Auch das ist ein großer Unterschied zur Gesamtwirtschaft (21,7 Prozent).

Die Arbeit in der Branche geht auch mit unüblichen Zeiten einher. So arbeiteten zuletzt 60 Prozent der Beschäftigten auch am Wochenende, in der Gesamtwirtschaft liegt dieser Anteil über alle Branchen hinweg nur bei 31 Prozent. 14 Prozent arbeiteten 2021 auch nachts zwischen 23.00 Uhr und 06.00 Uhr. Einzig die Arbeit in den Abendstunden lag unter dem Schnitt der Gesamtwirtschaft.

Fast ein Drittel der Kernerwerbstätigen - also all jener, die nicht in Ausbildung oder im Freiwilligendienst sind - bei Post-, Kurier- und Expressdiensten arbeitete zudem in atypischen Verhältnissen. Sie waren also befristet oder in Teilzeit angestellt, geringfügig beschäftigt oder in Zeitarbeit. Gesamtwirtschaftlich trifft das nur auf gut 19 Prozent zu.

Geprägt ist die Branche auch von einem hohen Anteil von Erwerbstätigen mit ausländischem Pass. Er betrug 2021 insgesamt 27 Prozent, in der Gesamtwirtschaft hingegen 13 Prozent.

P.Colombo--PV

Empfohlen

Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt

Weil er während der Schülerproteste in Frankreich aus nächster Nähe eine Tränengasgranate auf einen 14-Jährigen abgefeuert hat, ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden. Der Beamte sei nach dem Vorfall in Saint-Ouen-l'Aumône nordwestlich von Paris nicht in Untersuchungshaft genommen sondern unter richterliche Aufsicht gestellt worden, teilte ein örtlicher Staatsanwalt am Dienstag mit.

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Internationaler Währungsfonds: Anhaltender Preisschock wegen Kriegen und Krisen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht anhaltende Auswirkungen von Kriegen und Krisen weltweit auf das Preisniveau von Lebensmitteln und Energie. Die Preise für lebensnotwendige Güter seien im Vergleich zu anderen Gütern inzwischen seit Jahren deutlich erhöht, erklärte der IWF am Dienstag. Die Menschen seien "mit einer anhaltenden Verschlechterung der Erschwinglichkeit von Gütern des täglichen Bedarfs" konfrontiert.

Textgröße ändern: