Pallade Veneta - Bahn soll Verkauf von profitabler Logistiktochter Schenker vorbereiten

Bahn soll Verkauf von profitabler Logistiktochter Schenker vorbereiten


Bahn soll Verkauf von profitabler Logistiktochter Schenker vorbereiten
Bahn soll Verkauf von profitabler Logistiktochter Schenker vorbereiten / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Die hoch verschuldete Deutsche Bahn (DB) soll ihren Gewinnbringer, die Logistiktochter DB Schenker, verkaufen. Der Aufsichtsrat des Staatskonzerns erteilte dem Vorstand am Donnerstag den Auftrag, den Verkauf von "bis zu 100 Prozent der Anteile" der Tochter zu prüfen und vorzubereiten, wie die DB mitteilte. Erlöse aus einem Verkauf sollen "vollständig im DB-Konzern verbleiben" und unter anderem zur "deutlichen Entschuldung" des Unternehmens beitragen.

Textgröße ändern:

DB Schenker trage seit Jahren mit Rekordergebnissen signifikant zur wirtschaftlichen Entwicklung des DB-Konzerns bei, erklärte die Bahn. Im ersten Halbjahr machte das Unternehmen demnach 1,2 Milliarden Euro Gewinn. Das war demnach das beste Halbjahres-Ergebnis vor Steuern und Zinsen in der 150-jährigen Unternehmensgeschichte.

DB Schenker hat den Angaben zufolge rund 76.100 Beschäftigte an über 1850 Standorten in mehr als 130 Ländern. Das Unternehmen gehört damit zu den führenden Logistikdienstleistern weltweit. Die Schienen-Frachtsparte der Bahn ist in der Tochter DB Cargo organisiert.

Die Bahn betonte am Donnerstag, der Konzern verfolge seit 2019 die Strategie, mehr Personen- und Güterverkehr auf die umweltfreundliche Schiene zu verlagern - ein Verkauf von Schenker "würde die Fokussierung auf die Strategie der Starken Schiene weiter vorantreiben".

Schenker selbst benötige "mittelfristig" größere finanzielle Mittel und Freiräume für internationale Zukäufe. Der Verkauf könne "neue Wachstums- und Entwicklungschancen eröffnen".

T.Galgano--PV

Empfohlen

Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt

Weil er während der Schülerproteste in Frankreich aus nächster Nähe eine Tränengasgranate auf einen 14-Jährigen abgefeuert hat, ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden. Der Beamte sei nach dem Vorfall in Saint-Ouen-l'Aumône nordwestlich von Paris nicht in Untersuchungshaft genommen sondern unter richterliche Aufsicht gestellt worden, teilte ein örtlicher Staatsanwalt am Dienstag mit.

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Internationaler Währungsfonds: Anhaltender Preisschock wegen Kriegen und Krisen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht anhaltende Auswirkungen von Kriegen und Krisen weltweit auf das Preisniveau von Lebensmitteln und Energie. Die Preise für lebensnotwendige Güter seien im Vergleich zu anderen Gütern inzwischen seit Jahren deutlich erhöht, erklärte der IWF am Dienstag. Die Menschen seien "mit einer anhaltenden Verschlechterung der Erschwinglichkeit von Gütern des täglichen Bedarfs" konfrontiert.

Textgröße ändern: