Pallade Veneta - Wissing dringt auf rascheren Ausbau von Stromnetzen für E-Mobilität

Wissing dringt auf rascheren Ausbau von Stromnetzen für E-Mobilität


Wissing dringt auf rascheren Ausbau von Stromnetzen für E-Mobilität
Wissing dringt auf rascheren Ausbau von Stromnetzen für E-Mobilität / Foto: DENIS CHARLET - AFP/Archiv

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) dringt angesichts der schnell wachsenden Zahl von Elektroautos auf einen rascheren Ausbau der Stromnetze. "Sorgen bereitet mir die Frage, ob wir beim Netzausbau schnell genug vorankommen", sagte Wissing der "Welt am Sonntag". Er sehe hier "dringenden Handlungsbedarf".

Textgröße ändern:

Bislang richtet sich der Ausbau der Netze in der Regel nach dem aktuellen Bedarf, nicht nach dem prognostizierten Bedarf. Das Verkehrsministerium wolle dies ändern, berichtete die "WamS" unter Berufung auf Informationen aus Regierungskreisen. Widerstand dagegen komme aber aus dem Wirtschaftsministerium.

Kritik gibt es an einer von der Bundesnetzagentur geplanten Regelung zur sogenannten Spitzenglättung, mit der die Behörde die Stabilität des Stromnetzes trotz der steigenden Zahl von Elektroautos und Wärmepumpen gewährleisten will. Stromnetzbetreiber sollen demnach bei Bedarf allen sogenannten steuerbaren Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen und Elektroautos die Leistung drosseln können.

Dem Konzept der Bundesnetzagentur "mangelt es an intelligenten Anreizen, um lokale Netzüberlastungen schon vor deren Entstehen präventiv zu vermeiden", sagte dazu die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, der "WamS".

"Aus Sicht des VDA sollte die netzorientierte Steuerung vorrangig über marktliche Mechanismen wie zeitvariable Netzentgelte erfolgen", forderte Müller. Direkte Steuerungseingriffe in die Ladevorgänge von Elektroautos dürften "nur als letztes Mittel zur Anwendung kommen".

A.Saggese--PV

Empfohlen

Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt

Weil er während der Schülerproteste in Frankreich aus nächster Nähe eine Tränengasgranate auf einen 14-Jährigen abgefeuert hat, ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden. Der Beamte sei nach dem Vorfall in Saint-Ouen-l'Aumône nordwestlich von Paris nicht in Untersuchungshaft genommen sondern unter richterliche Aufsicht gestellt worden, teilte ein örtlicher Staatsanwalt am Dienstag mit.

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Internationaler Währungsfonds: Anhaltender Preisschock wegen Kriegen und Krisen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht anhaltende Auswirkungen von Kriegen und Krisen weltweit auf das Preisniveau von Lebensmitteln und Energie. Die Preise für lebensnotwendige Güter seien im Vergleich zu anderen Gütern inzwischen seit Jahren deutlich erhöht, erklärte der IWF am Dienstag. Die Menschen seien "mit einer anhaltenden Verschlechterung der Erschwinglichkeit von Gütern des täglichen Bedarfs" konfrontiert.

Textgröße ändern: