Pallade Veneta - Früherer Wirecard-Chef Braun will voraussichtlich im Januar aussagen

Früherer Wirecard-Chef Braun will voraussichtlich im Januar aussagen


Früherer Wirecard-Chef Braun will voraussichtlich im Januar aussagen
Früherer Wirecard-Chef Braun will voraussichtlich im Januar aussagen / Foto: CHRISTOF STACHE - AFP/Archiv

Der frühere Wirecard-Chef Markus Braun will in dem Prozess gegen ihn nun doch aussagen. Brauns' Verteidiger Alfred Dierlamm sagte am Montag, falls das Landgericht München I dem noch offenen Antrag der Verteidigung auf Aussetzung des Verfahrens nicht folge, werde sich Braun wohl in der zweiten Januarhälfte äußern. Ursprünglich hatte Braun bereits in der vergangenen Woche aussagen sollen; wegen von der Staatsanwaltschaft nachgereichter neuer Beweismittel sagte er dann doch nicht aus.

Textgröße ändern:

Dierlamm erweiterte vor der Ankündigung der Aussagebereitschaft allerdings den Antrag auf Aussetzung des Verfahrens. Die von der Staatsanwaltschaft noch nach der Erhebung der Anklage geführten Ermittlungen seien "ein Fass ohne Boden", sagte Dierlamm. Die Verfahrenssituation sei mit rechtsstaatlichen Prinzipien nicht vereinbar, weshalb das Verfahren ausgesetzt werden müsse.

Dierlamm begründete dies damit, dass die Anklage noch nach Eröffnung des Hauptverfahrens im großen Stil Beweismittel nachliefere, was eine Verteidigung unmöglich mache. So habe die Verteidigung nach dem zweiten Verhandlungstag 11.000 PDF-Seiten und über 8000 E-Mails erhalten, die nun gesichtet werden müssen.

Wie der Vorsitzende Richter Markus Födisch sagte, wird über den Aussetzungsantrag wahrscheinlich in diesem Jahr nicht mehr entschieden.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt

Weil er während der Schülerproteste in Frankreich aus nächster Nähe eine Tränengasgranate auf einen 14-Jährigen abgefeuert hat, ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden. Der Beamte sei nach dem Vorfall in Saint-Ouen-l'Aumône nordwestlich von Paris nicht in Untersuchungshaft genommen sondern unter richterliche Aufsicht gestellt worden, teilte ein örtlicher Staatsanwalt am Dienstag mit.

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Internationaler Währungsfonds: Anhaltender Preisschock wegen Kriegen und Krisen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht anhaltende Auswirkungen von Kriegen und Krisen weltweit auf das Preisniveau von Lebensmitteln und Energie. Die Preise für lebensnotwendige Güter seien im Vergleich zu anderen Gütern inzwischen seit Jahren deutlich erhöht, erklärte der IWF am Dienstag. Die Menschen seien "mit einer anhaltenden Verschlechterung der Erschwinglichkeit von Gütern des täglichen Bedarfs" konfrontiert.

Textgröße ändern: