Pallade Veneta - Weltbank senkt Wachstumserwartungen für China stark ab

Weltbank senkt Wachstumserwartungen für China stark ab


Weltbank senkt Wachstumserwartungen für China stark ab
Weltbank senkt Wachstumserwartungen für China stark ab / Foto: Hector RETAMAL - AFP

Die Weltbank hat ihre Wachstumserwartungen für China wegen "erheblicher Risiken" mit Blick auf die Corona-Pandemie und eine Immobilienkrise im Land stark abgesenkt. Das Institut geht nun von nur noch 2,7 Prozent Wirtschaftswachstum im laufenden und 4,3 Prozent im kommenden Jahr aus. Im Juni hatte die Weltbank noch 4,3 Prozent im Jahr 2022 und 8,1 Prozent im Jahr 2023 prognostiziert.

Textgröße ändern:

"Chinas Wachstumsaussichten sind mit erheblichen Risiken behaftet", erklärte die Organisation am Dienstag. Besonders der Verlauf der Pandemie sorge für Unsicherheit. Die chinesische Regierung war zuletzt von ihrer strikten Null-Covid-Politik abgerückt. Häufig wird nicht mehr flächenmäßig getestet und Infizierte dürfen sich zu Hause isolieren.

Zugleich verzeichnet das Land derzeit so viele Corona-Ansteckungen wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Besonders die Hauptstadtregion Peking ist betroffen. Aus Angst, sich anzustecken, bleiben viele Chinesen zu Hause, was den Konsum stark beeinträchtigt. Viele Geschäfte sind geschlossen, Grippe-Medikamente sind Mangelware.

Die Weltbank verweist zudem auf die Krise des Immobilien- und Bausektors, der ein Viertel der Wirtschaftsleistung ausmacht. Nach jahrelangem Anstieg sind die Immobilienverkäufe in vielen Städten rückläufig. Viele Bauträger kämpfen um ihr Überleben. "Die anhaltenden Spannungen im Immobiliensektor könnten breitere makroökonomische und finanzielle Auswirkungen haben", warnte die Weltbank.

China hatte sich Anfang des Jahres ein Wachstumsziel von rund 5,5 Prozent für 2022 gesetzt, was mittlerweile als unerreichbar erscheint. Und selbst wenn diese Zahl erreicht würde, wäre es immer noch die geringste Steigerung des Bruttoinlandsproduktes in vier Jahrzehnten, abgesehen von 2020, dem ersten Jahr der Pandemie.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt

Weil er während der Schülerproteste in Frankreich aus nächster Nähe eine Tränengasgranate auf einen 14-Jährigen abgefeuert hat, ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden. Der Beamte sei nach dem Vorfall in Saint-Ouen-l'Aumône nordwestlich von Paris nicht in Untersuchungshaft genommen sondern unter richterliche Aufsicht gestellt worden, teilte ein örtlicher Staatsanwalt am Dienstag mit.

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Internationaler Währungsfonds: Anhaltender Preisschock wegen Kriegen und Krisen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht anhaltende Auswirkungen von Kriegen und Krisen weltweit auf das Preisniveau von Lebensmitteln und Energie. Die Preise für lebensnotwendige Güter seien im Vergleich zu anderen Gütern inzwischen seit Jahren deutlich erhöht, erklärte der IWF am Dienstag. Die Menschen seien "mit einer anhaltenden Verschlechterung der Erschwinglichkeit von Gütern des täglichen Bedarfs" konfrontiert.

Textgröße ändern: