Pallade Veneta - Gänswein: Benedikt blieb als Papst ganz und gar Mensch

Gänswein: Benedikt blieb als Papst ganz und gar Mensch


Gänswein: Benedikt blieb als Papst ganz und gar Mensch
Gänswein: Benedikt blieb als Papst ganz und gar Mensch / Foto: Patrick HERTZOG, - - AFP/Archiv

Der Privatsekretär des verstorbenen Papstes Benedikt XVI., Erzbischof Georg Gänswein, hat die ausgeprägte menschliche Seite des Verstorbenen hervorgehoben. In einem am Samstag von der "Bild"-Zeitung veröffentlichten Nachruf schrieb Gänswein, "Benedikt war kein Papstdarsteller und noch weniger ein gefühlloser Papstautomat. Er war und blieb auch auf dem Thron Petri ganz und gar Mensch."

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Wie Gänswein schrieb, war das Jahr 2010 ein "schwarzes Jahr" für Benedikt. Dies aber nicht wegen medialer Aufreger um sein Pontifikat, sondern wegen des Unfalltods von Manuela Camagnis, einer seiner Haushälterinnen. "Gegen diesen Schicksalsschlag waren die medialen Aufreger jener Jahre zwar nicht nichts, doch sie erreichten das Herz des Papstes nicht so sehr wie der Tod Manuelas, die so urplötzlich aus unserer Mitte fortgerissen wurde."

Gänswein äußerte sich auch zu den Missbrauchskandalen, die im Pontifikat Benedikts in vielen Ländern aufkamen. Ihm sei besonders eine Begegnung Benedikts mit Missbrauchsopfern 2010 auf Malta unvergessen geblieben. "Der Papst hat still zugehört und die aufgewühlten Herzen der Betroffenen getröstet. Mehr als Worte vermochten seine bloße Präsenz und seine Tränen, die er nicht unterdrücken konnte", schrieb Gänswein. "Berühmt geworden sind seine Worte, dass der Angriff auf die Kirche heute aus dem Inneren der Kirche selbst kommt. Wie recht er damit haben sollte, leider."

B.Cretella--PV

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