Pallade Veneta - 17 Dax-Konzerne wollen Aktionärstreffen auch 2023 digital abhalten

17 Dax-Konzerne wollen Aktionärstreffen auch 2023 digital abhalten


17 Dax-Konzerne wollen Aktionärstreffen auch 2023 digital abhalten
17 Dax-Konzerne wollen Aktionärstreffen auch 2023 digital abhalten / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Die während der Corona-Pandemie geschaffene Möglichkeit, Hauptversammlungen digital abzuhalten, wollen auch in diesem Jahr 17 der 40 Konzerne im Deutschen Aktienindex (Dax) nutzen. In einer Umfrage des "Handelsblatts" gaben nur sieben Unternehmen an, sie wollten ihre Aktionärstreffen wieder in Präsenz ausrichten. Zehn Unternehmen sind demnach noch unentschieden; sechs antworteten nicht auf Anfrage der Zeitung.

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Das virtuelle Format habe den Vorteil einer höheren Reichweite, erklärte BMW gegenüber der Zeitung. Beiersdorf und Continental halten demnach eine virtuelle Versammlung ihrer Anteilseignerinnen und -eigner vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung für zeitgemäßer. Der Gesundheitskonzern Fresenius bezeichnete die Form als "ökologisch nachhaltiger". Siemens Energy nannte die größere Planungssicherheit als Vorteil.

Mehrere Konzerne gaben an, sie könnten durch digitale Hauptversammlungen Geld sparen, weil sie etwa keine großen Hallen mehr anmieten müssen. Beiersdorf sieht Einsparungen im "sechsstelligen Bereich", der Chiphersteller Infineon spricht von "einigen hunderttausend Euro". Der Spezialchemiekonzern Covestro, Eon und Siemens Energy geben an, dass die virtuelle Alternative nur halb so viel kostet wie die Präsenzveranstaltung, Fresenius beziffert die Ersparnis auf ein Viertel.

Für Aktionärstreffen in Präsenz entschieden sich laut "Handelsblatt"-Umfrage bislang Airbus, BASF, die Deutsche Telekom, Henkel, Porsche, der Testtechnologie-Anbieter Qiagen und der Duft- und Aromahersteller Symrise. BASF begründete dies mit dem "unmittelbaren Austausch mit Aktionären". Symrise nannte die virtuelle Veranstaltung "zu komplex in der Umsetzung". Porsche will das Unternehmen mit der Präsenzveranstaltung "greifbar machen".

Aktionärstreffen fanden bis Ausbruch der Pandemie immer in Präsenz statt, coronabedingt ermöglichte die Politik aber rein digitale Treffen. Im vergangenen Sommer änderte der Bundestag dann das Aktiengesetz so, dass Aktionärstreffen auch weiterhin digital abgehalten werden können.

Die Verlegung der Treffen ins Internet ist bei Anlegerinnen und Anlegern umstritten. Manche befürchten eine Beschneidung ihres Rede- und Fragerechts.

A.dCosmo--PV

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