Pallade Veneta - Diesel war 2022 erstmals teurer als Super E10

Diesel war 2022 erstmals teurer als Super E10


Diesel war 2022 erstmals teurer als Super E10
Diesel war 2022 erstmals teurer als Super E10 / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Trotz der steuerlichen Begünstigung ist Diesel im vergangenen Jahr erstmals teurer gewesen als Super E10. Ein Liter Diesel kostete 2022 im Schnitt 1,946 Euro, ein Liter E10 im Schnitt 1,860 Euro, wie der ADAC berechnete. Das war ein Unterschied von mehr als acht Cent. Der ADAC sieht daher ein "erhebliches Potenzial" für Preisnachlässe beim Diesel. Für den Kraftstoff fallen gut 20 Cent weniger Steuern an als für Benzin.

Textgröße ändern:

Das vergangene Jahr war gleichzeitig das teuerste Tankjahr aller Zeiten: Der Dieselpreis stieg gegenüber dem Vorjahr um über 56 Cent, der Benzinpreis um knapp 34 Cent.

Grund seien viele Faktoren: Unsicherheiten bezüglich des Ukraine-Kriegs, Lieferengpässe und -schwierigkeiten, steigende industrielle Nachfrage nach Diesel sowie eine Entkoppelung der Preise an den Tankstellen von den Rohölnotierungen, erläuterte der Autoclub. Auch die Margen der Raffinerien seien "deutlich" gestiegen. Insgesamt hätten die Kraftstoffpreise damit auf einem "viel zu hohen Niveau" gelegen, kritisierte der ADAC.

Eine Entspannung gab es im Dezember: Super E10 kostete im Schnitt mit 1,690 Euro gut 14 Cent weniger als im November, der Preis für Diesel sank um mehr als 15 Cent auf 1,811 Euro im bundesweiten Schnitt.

P.Colombo--PV

Empfohlen

Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt

Weil er während der Schülerproteste in Frankreich aus nächster Nähe eine Tränengasgranate auf einen 14-Jährigen abgefeuert hat, ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden. Der Beamte sei nach dem Vorfall in Saint-Ouen-l'Aumône nordwestlich von Paris nicht in Untersuchungshaft genommen sondern unter richterliche Aufsicht gestellt worden, teilte ein örtlicher Staatsanwalt am Dienstag mit.

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Internationaler Währungsfonds: Anhaltender Preisschock wegen Kriegen und Krisen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht anhaltende Auswirkungen von Kriegen und Krisen weltweit auf das Preisniveau von Lebensmitteln und Energie. Die Preise für lebensnotwendige Güter seien im Vergleich zu anderen Gütern inzwischen seit Jahren deutlich erhöht, erklärte der IWF am Dienstag. Die Menschen seien "mit einer anhaltenden Verschlechterung der Erschwinglichkeit von Gütern des täglichen Bedarfs" konfrontiert.

Textgröße ändern: