Pallade Veneta - Britische Regierung lädt Gewerkschaften zu Gesprächen über Streiks ein

Britische Regierung lädt Gewerkschaften zu Gesprächen über Streiks ein


Britische Regierung lädt Gewerkschaften zu Gesprächen über Streiks ein
Britische Regierung lädt Gewerkschaften zu Gesprächen über Streiks ein / Foto: Daniel LEAL - AFP

Nach Monaten der Streiks in wichtigen Bereichen des öffentlichen Lebens wie Krankenhäuser oder Nahverkehr knickt die britische Regierung ein. Sie lud die zuständigen Gewerkschaften für Montag zu Gesprächen ein, wie Premierminister Rishi Sunak am Freitag vor Journalisten ankündigte. Jedes Ministerium habe die Gewerkschaften in seinem Zuständigkeitsbereich angeschrieben.

Textgröße ändern:

"Wir schätzen die wichtige Arbeit unserer Beschäftigten im öffentlichen Dienst unglaublich, besonders unsere Krankenpfleger, und wir möchten eine ehrliche Erwachsenenunterhaltung darüber führen, was das Land sich leisten kann, was verantwortbar ist für das Land", sagte Sunak. Er hoffe, dass die Treffen am Montag stattfinden, "so dass wir produktive Gespräche führen und einen Weg heraus finden können".

Die konservative Regierung vollzieht damit eine Kehrtwende: Lange hatte sie betont, sie könne nicht mit Pflegepersonal oder Eisenbahnbeschäftigten verhandeln, das könnten nur die Arbeitgeber. Premierminister Sunak hatte sich zudem mehrfach gegen starke Gehaltserhöhungen im öffentlichen Sektor ausgesprochen - dies würde lediglich die Inflation weiter anheizen.

In Großbritannien wird seit Monaten in zahlreichen Branchen gestreikt, meist geht es den Beschäftigten angesichts der hohen Inflation und gestiegener Energiepreise um kräftige Lohnerhöhungen. Am Freitag legten erneut Bahnangestellte die Arbeit nieder. Eine Ärztegewerkschaft teilte mit, sie stimme darüber ab, sich dem Streik des Pflegepersonals anzuschließen. Auch Briefträger und Beschäftigte im Telekommunikationsbereich legten schon die Arbeit nieder. Über die Weihnachtsfeiertage hatten Grenzpolizisten an mehreren Flughäfen gestreikt. Die Regierung rief mehrfach das Militär zu Hilfe.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt

Weil er während der Schülerproteste in Frankreich aus nächster Nähe eine Tränengasgranate auf einen 14-Jährigen abgefeuert hat, ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden. Der Beamte sei nach dem Vorfall in Saint-Ouen-l'Aumône nordwestlich von Paris nicht in Untersuchungshaft genommen sondern unter richterliche Aufsicht gestellt worden, teilte ein örtlicher Staatsanwalt am Dienstag mit.

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Internationaler Währungsfonds: Anhaltender Preisschock wegen Kriegen und Krisen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht anhaltende Auswirkungen von Kriegen und Krisen weltweit auf das Preisniveau von Lebensmitteln und Energie. Die Preise für lebensnotwendige Güter seien im Vergleich zu anderen Gütern inzwischen seit Jahren deutlich erhöht, erklärte der IWF am Dienstag. Die Menschen seien "mit einer anhaltenden Verschlechterung der Erschwinglichkeit von Gütern des täglichen Bedarfs" konfrontiert.

Textgröße ändern: