Pallade Veneta - USA geben bisher umfangreichstes Militärpaket für Ukraine bekannt

USA geben bisher umfangreichstes Militärpaket für Ukraine bekannt


USA geben bisher umfangreichstes Militärpaket für Ukraine bekannt
USA geben bisher umfangreichstes Militärpaket für Ukraine bekannt / Foto: Brendan Smialowski - AFP/Archiv

Die USA haben am Freitag ihr nach eigenen Angaben bisher umfangreichstes militärisches Hilfspaket für die Ukraine im Wert von drei Milliarden Dollar (umgerechnet rund 2,82 Milliarden Euro) bekanntgegeben. Mit dem Paket, das unter anderem 50 Schützenpanzer vom Typ Bradley und dutzende weiterer gepanzerter Fahrzeuge umfasst, werde die Ukraine in die Lage versetzt, "vorzurücken und Gelände zurückzuerobern", erklärte die stellvertretende US-Verteidigungsministerin Laura Cooper am Freitag vor Journalisten.

Textgröße ändern:

Es handle sich um "das größte Paket, das wir bisher zugesagt haben", sagte Cooper. Als militärisch bedeutsam gelten insbesondere die Bradley-Schützenpanzer, die mit 500 TOW-Panzerabwehrraketen und 250.000 Schuss Munition für ihre Maschinenkanonen geliefert werden sollen.

Die Gefährte würden "die Fähigkeit der Ukraine zur Durchführung komplexer Manöver" weiter stärken, erklärte Cooper, die im Pentagon für Russland und die Ukraine zuständig ist. Dies gelte insbesondere im Süden und Osten des Landes - und bei fast allen Wetterbedingungen und in fast jedem Gelände.

Die USA hatten am Donnerstag gleichzeitig mit Deutschland die Lieferung von Bradley-Schützenpanzern durch Washington und Marder-Schützenpanzern durch Berlin bekanntgegeben.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj begrüßte das neue Paket aus Washington in seiner abendlichen Videobotschaft als "rasch und stark". Kiew bekomme "genau das, was gerade benötigt wird". Mit dem neuen Paket beläuft sich die gesamte Militärhilfe der USA für die Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 auf insgesamt mehr als 24,2 Milliarden Dollar.

Der deutsche Regierungssprecher Steffen Hebestreit hatte zuvor am Freitag gesagt, Deutschland werde Kiew noch im ersten Quartal des Jahres etwa 40 Marder-Schützenpanzer bereitstellen.

Die Ukraine drängt seit längerer Zeit auf die Lieferung schwererer Waffen inklusive Kampfpanzern, um gegen Russland in die Offensive zu gehen. Bei Bradley und Marder handelt es sich zwar nicht um Kampfpanzer - sie gelten aber als schlagkräftig genug, um es mit russischen Panzern aufzunehmen.

O.Merendino--PV

Empfohlen

Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt

Weil er während der Schülerproteste in Frankreich aus nächster Nähe eine Tränengasgranate auf einen 14-Jährigen abgefeuert hat, ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden. Der Beamte sei nach dem Vorfall in Saint-Ouen-l'Aumône nordwestlich von Paris nicht in Untersuchungshaft genommen sondern unter richterliche Aufsicht gestellt worden, teilte ein örtlicher Staatsanwalt am Dienstag mit.

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Internationaler Währungsfonds: Anhaltender Preisschock wegen Kriegen und Krisen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht anhaltende Auswirkungen von Kriegen und Krisen weltweit auf das Preisniveau von Lebensmitteln und Energie. Die Preise für lebensnotwendige Güter seien im Vergleich zu anderen Gütern inzwischen seit Jahren deutlich erhöht, erklärte der IWF am Dienstag. Die Menschen seien "mit einer anhaltenden Verschlechterung der Erschwinglichkeit von Gütern des täglichen Bedarfs" konfrontiert.

Textgröße ändern: