Pallade Veneta - EZB erhöht wie angekündigt Leitzinsen um je 0,5 Prozentpunkte

EZB erhöht wie angekündigt Leitzinsen um je 0,5 Prozentpunkte


EZB erhöht wie angekündigt Leitzinsen um je 0,5 Prozentpunkte
EZB erhöht wie angekündigt Leitzinsen um je 0,5 Prozentpunkte / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Im Kampf gegen die hohe Inflation erhöht die Europäische Zentralbank (EZB) wie angekündigt die Leitzinssätze um jeweils 0,5 Prozentpunkte. Der zentrale Leitzins, also der Satz, zu dem Geschäftsbanken sich Geld bei der EZB leihen können, steigt damit auf 3,5 Prozent. Die beiden anderen Zinssätze erhöhten sich auf 3,75 Prozent beziehungsweise 3,0 Prozent, wie die EZB am Donnerstag mitteilte.

Textgröße ändern:

Höhere Zinsen gelten als Mittel gegen die Teuerung - sie wirken aber auch bremsend auf das Wirtschaftswachstum. Da hohe Zinsen außerdem mit zu der Schieflage der US-Banken geführt haben, war die Entscheidung der EZB ein schwieriges Unterfangen. Mit ihrer Entscheidung orientiert sich die Zentralbank nun an ihren schon zuvor gemachten Ankündigungen zur Zinserhöhung.

Die EZB versicherte, der Bankensektor des Euroraums sei "widerstandsfähig" und Kapital- und Liquiditätspositionen seien "solide". Die EZB verfüge zudem "über alle geldpolitischen Instrumente", um das Finanzsystem des Euroraums falls nötig "mit Liquiditätshilfen zu unterstützen und die reibungslose Transmission der Geldpolitik aufrechtzuerhalten".

Im Februar hatte die Inflation im Euroraum 8,5 Prozent im Vorjahresvergleich betragen. Im Gesamtjahr 2023 schätzt die EZB die Inflation auf 5,3 Prozent und damit als geringer ein als noch im Dezember. Grund dafür sei eine Entspannung bei den Energiepreisen. Daher korrigierte die EZB auch ihre Wachstumsaussichten für die Eurozone für dieses Jahr auf 1,0 Prozent nach oben.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

Igel oder Eule statt Churchill: Neue Pfund-Scheine zeigen künftig Tiermotive

Neue Geldscheine für das britische Pfund sollen künftig Igel, Eulen und andere Tiere zeigen - anstelle von Winston Churchill, Jane Austen und anderen britischen Persönlichkeiten. Der Papageientaucher, die Schleiereule, die Dunkle Erdhummel und der Braunbrustigel seien bei einer Umfrage ausgewählt worden, an der 500.000 Britinnen und Briten teilgenommen hätten, erklärte die Bank of England (BoE) am Donnerstag.

Verbände fordern schärfere EU-Regeln für Produkte aus Drittstaaten

Ein Zusammenschluss aus Markenherstellern, Handel und Verbraucherschützern fordert schärfere EU-Regeln für Produkte von außerhalb der Europäischen Union. "Wer Produkte in Europa verkauft, muss auch in Europa rechtlich zur Verantwortung gezogen werden können", erklärten Markenverband, Handelsverband Deutschland (HDE) und Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Donnerstag. Sie forderten die Bundesregierung dazu auf, sich dafür beim geplanten Gesetzespaket European Product Act der EU einzusetzen.

Deutsche Exporte im August leicht gesunken - Anstieg im Vergleich zum Vorjahr

Deutschlands Exporte sind im August im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken: Sie gingen um 0,8 Prozent auf 137,6 Milliarden Euro zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum August 2025 legten die Ausfuhren damit aber um 6,2 Prozent zu. Deutschlands Exporte sind ein Grund für das Wirtschaftswachstum dieses Jahr - die Forschungsinstitute erwarten ein Plus von 1,3 Prozent.

Leitende Informatikerin für Apollo-Programm der Nasa: Margaret Hamilton mit 90 Jahren gestorben

Sie war entscheidend am Apollo-Mondprogramm der Nasa beteiligt und galt als eine Pionierin der Informatik: Nun ist die US-Wissenschaftlerin Margaret Hamilton im Alter von 90 Jahren gestorben. Sie starb bereits am 30. September, wie das Massachusetts Institute of Technology (MIT), an dem sie lange forschte, am Mittwoch mitteilte. Der Chef des US-Raumfahrtbehörde Nasa, Jared Isaacmen, bezeichnete Hamilton im Onlinedienst X als "eine Pionierin, deren Arbeit dazu beitrug, Apollo und die ersten Reisen der Menschheit zum Mond zu ermöglichen".

Textgröße ändern: