Pallade Veneta - Verwirrung um Auswirkungen von Nato-Großübung auf Flugverkehr

Verwirrung um Auswirkungen von Nato-Großübung auf Flugverkehr


Verwirrung um Auswirkungen von Nato-Großübung auf Flugverkehr
Verwirrung um Auswirkungen von Nato-Großübung auf Flugverkehr / Foto: Bo Amstrup - Ritzau Scanpix/AFP/Archiv

Die Auswirkungen der Nato-Großübung Air Defender ab kommendem Montag auf den zivilen Luftverkehr sind offenbar nicht so einfach abzusehen. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GDF) rechnet mit Annullierungen und zahlreichen Umleitungen von Flügen wegen des Nachtflugverbots, die Deutsche Flugsicherung (DFS) widersprach nun jedoch. Es seien zumindest vorab keine Annullierungen vorgesehen, sagte ein DFS-Sprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

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Die GDF hatte von bis zu hundert umzuleitenden Zivilflügen in Deutschland wegen des Nachtflugverbots gesprochen und sich auf Berechnungen der Europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt, Eurocontrol, gestützt. Laut DFS sind diese jedoch mittlerweile überholt. "Diese hundert Flüge tauchen in den letzten Simulationen nicht mehr auf", sagte der Sprecher.

Die Gewerkschaft verwies außerdem auf zahlreiche zu erwartende Folgeprobleme, wenn Flugzeuge wegen des Nachtflugverbots ihre Ziele nicht erreichen und dann am nächsten Tag nicht pünktlich zur Verfügung stehen würden. Dem DFS-Sprecher zufolge ergaben die aktuellen Berechnungen aber auch hier keine zu erwartenden Annullierungen. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass in der Praxis am Ende doch Streichungen nötig werden könnten.

Die Auswirkungen von Air Defender auf die zivile Luftfahrt waren zuvor bereits kontrovers diskutiert worden. Während die Luftwaffe der Bundeswehr von Verspätungen "maximal im Minutenbereich sprach", befürchtete die GDF "massive" Auswirkungen. Die Annahme der Luftwaffe, es sei nicht mit Annullierungen zu rechnen, sei "unerklärlich", erklärte die Gewerkschaft Ende Mai.

E.M.Filippelli--PV

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