Pallade Veneta - Deutlich weniger Korridorsanierungen bis 2031: Deutsche Bahn passt Planung an

Deutlich weniger Korridorsanierungen bis 2031: Deutsche Bahn passt Planung an


Deutlich weniger Korridorsanierungen bis 2031: Deutsche Bahn passt Planung an
Deutlich weniger Korridorsanierungen bis 2031: Deutsche Bahn passt Planung an / Foto: John MACDOUGALL - AFP

In den kommenden Jahren soll es deutlich weniger lange Streckensperrungen wegen umfassender Sanierungen durch die Deutsche Bahn geben. Statt 21 bislang geplanter sogenannter Korridorsanierungen sollen bis 2031 nun nur 13 umgesetzt werden, wie die Infrastruktursparte der Bahn DB Infrago und das Bundesverkehrsminsiterium am Freitag mitteilten. Grundsätzlich soll an dem Prinzip, zentrale Strecken monatelang für Bauarbeiten voll zu sperren, aber festgehalten werden.

Textgröße ändern:

Weniger Korridorsanierungen pro Jahr bedeuten deshalb auch, dass sich das Gesamtprogramm zeitlich weiter nach hinten verschiebt. Genauere Angaben zu den Plänen für ab 2032 machten Infrago und Ministerium zunächst nicht, die "Priorisierung" der weiteren Projekte soll demnach im kommenden Jahr erfolgen.

Das Konzept der Korridorsanierungen war vom ehemaligen Bahn-Chef Richard Lutz und dem ehemaligen Verkehrsminister Volker Wissing eingeführt worden. Ursprünglich sollten mehr als 40 Korridore schon bis 2030 saniert sein - dieser Zeitplan wurde dann aber deutlich gestreckt. Mehrere Schienenwege wurden bereits saniert, allerdings teils mit Verspätungen und höheren Kosten als ursprünglich geplant.

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) kritisierte die bisherige Bilanz des Programms zuletzt, auch vor dem Hintergrund der angelaufenen Sanierung der Strecke Hannover-Berlin. Die wichtige Ost-West-Achse wird dabei für 14 Monate gänzlich gesperrt. Die Umleitung der Fernzüge verlängert die Fahrt um 80 Minuten.

Bilger und DB-Chefin Evelyn Palla bekräftigten dennoch beide, am Prinzip der Korridorsanierungen festhalten zu wollen. Die Idee "ist richtig. Aber in der Vergangenheit hat die Umsetzung zu oft nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht", erklärte der Minister. Daraus seien nun die Konsequenzen gezogen worden. "Künftig müssen Korridorsanierungen spürbar zu mehr Verlässlichkeit und Pünktlichkeit auf der Schiene führen."

"Ohne die konsequente Bündelung von Baumaßnahmen würde die Sanierung unserer maroden Infrastruktur noch länger dauern", erklärte Palla. "Die Sanierung des Netzes ist unverzichtbar - aber entscheidend ist auch, wie wir bauen." Nach Angaben der Bahn und des Verkehrsministeriums sind nun neben dem verringerten Tempo bei den Sanierungen "eine realistischere Bau- und Fahrplanung sowie stabilere Umleitungsstrecken" vorgesehen.

Im kommenden Jahr wird der aktualisierten Planung zufolge neben der Strecke Hannover-Berlin noch die Strecken Rosenheim-Salzburg und Fulda-Hanau saniert. 2028 geht es unter anderem mit Köln-Koblenz weiter.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Selenskyj: "Erhebliche Schäden" am Stromnetz der Ukraine durch russische Angriffe

Die jüngsten russischen Angriffe auf die Ukraine haben nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj landesweit "erhebliche Schäden" am Stromnetz verursacht. Reparaturarbeiten liefen "Tag und Nacht", erklärte Selenskyj am Freitag in Onlinediensten. Betroffen sei auch die Stromversorgung von Verkehrsunternehmen.

China verkündet Einigung mit EU bei Handel mit Hybridautos

Die Europäische Union und China haben sich nach Angaben aus Peking beim umstrittenen Handelsthema Hybridautos geeinigt. Die Einigung stehe "im Einklang mit den Regeln der Welthandelsorganisation" und betreffe unter anderem "Preisverpflichtungen der Unternehmen", erklärte das chinesische Handelsministerium am Freitag. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic hält sich derzeit zu Gesprächen in Peking auf und sollte dort später vor die Presse treten.

UN-Menschenrechtsbüro verfolgt Schülerproteste in Frankreich "mit Sorge"

Das UN-Menschenrechtsbüro verfolgt die Vorfälle im Zusammenhang mit den Schülerprotesten in Frankreich "mit Sorge". "Wir rufen jeden dazu auf sicherzustellen, dass die Proteste friedlich bleiben und dass kein unverhältnismäßiger Einsatz von Gewalt durch die Sicherheitskräfte erfolgt", erklärte die Sprecherin des UN-Menschenrechtsbüros, Shabia Mantoo, am Freitag mit Blick auf teils gewaltsame Ausschreitungen. Das Recht auf Versammlungsfreiheit müsse gewahrt bleiben, fügte sie hinzu.

EU-Staaten einigen sich auf gemeinsame Börsenaufsicht - Ausnahme für Deutsche Börse

Die EU-Staaten haben sich auf die Einrichtung einer gemeinsamen Börsenaufsicht geeinigt. Die Finanzminister der Mitgliedstaaten stimmten bei ihrer Sitzung in Luxemburg am Freitag am Freitag dafür, die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (Esma) mit Sitz in Paris mit weiteren Mitteln und Zuständigkeiten auszustatten. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sprach von einem "wichtigen und bedeutenden Schritt" und dem "Herzstück" der Kapitalmarktunion.

Textgröße ändern: