Pallade Veneta - Studie: Zahl der Auszubildenden im Handwerk steigt in Ostdeutschland an

Studie: Zahl der Auszubildenden im Handwerk steigt in Ostdeutschland an


Studie: Zahl der Auszubildenden im Handwerk steigt in Ostdeutschland an
Studie: Zahl der Auszubildenden im Handwerk steigt in Ostdeutschland an / Foto: ODD ANDERSEN - AFP/Archiv

Anders als in den westdeutschen Bundesländern hat die Zahl der Auszubildenden im Handwerk in Ostdeutschland zwischen 2014 und 2021 zugenommen. Die stärksten Zuwächse gab es laut einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mit über zwei Prozent. Bundesweit sind die Zahlen im Handwerk dennoch rückläufig.

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In den westdeutschen Bundesländern gab es 2021 fünf Prozent weniger Auszubildende im Handwerk als noch 2014. "Das Handwerk muss dafür Sorge tragen, dass Handwerksberufe für junge Menschen attraktiv bleiben", erklärte IAB-Forscherin Gabriele Wydra-Somaggio. Gleichzeitig müsse die Politik leistungsschwächeren Jugendlichen den Weg in eine betriebliche Ausbildung erleichtern.

Die Zahl der Auszubildenden in der Gesamtwirtschaft sank zwischen 2014 und 2021 noch deutlicher als im Handwerk. Deutlich ungünstiger verlief die Entwicklung hier ebenfalls in den westdeutschen Ländern. "Dies dürfte vor allem demografisch bedingt sein, denn in Ostdeutschland haben sich die Schulabgänger-Zahlen seit 2014 wieder leicht erholt", stellten die Forschenden fest.

"Die Personalknappheit im Handwerk dürfte sich aufgrund demografischer Entwicklungen und der zu erwartenden steigenden Nachfrage, wie beispielsweise aufgrund der Energiewende, künftig noch verschärfen", erklärte Wydra-Somaggio. Umso mehr komme der Ausbildung eine wesentliche Rolle zu. 2020 arbeitete nach Angaben des IAB knapp jeder achte Beschäftigte in Deutschland im Handwerk. Mehr als ein Viertel aller betrieblichen Auszubildenden werde im Handwerk ausgebildet.

M.Jacobucci--PV

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