Pallade Veneta - Zehntausende Schweizerinnen beteiligen sich an Frauenstreik

Zehntausende Schweizerinnen beteiligen sich an Frauenstreik


Zehntausende Schweizerinnen beteiligen sich an Frauenstreik
Zehntausende Schweizerinnen beteiligen sich an Frauenstreik / Foto: Fabrice COFFRINI - AFP

Unter dem Motto "Respekt, Zeit, Geld" haben sich in der Schweiz am Montag zehntausende Frauen an einem feministischen Streik beteiligt. Nach Angaben des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) gingen landesweit mehr als 300.000 Frauen auf die Straße. Sie demonstrierten vor allem für gleichen Lohn bei gleicher Arbeit, aber auch gegen Diskriminierung, Belästigung und sexuelle Gewalt.

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In Zürich blockierten rund 300 Demonstrantinnen die Straßenbahn, wie die Schweiter Nachrichtenagentur ATS meldete. In Lausanne wurde die Kathedrale violet angestrahlt. In Städten wie Lausanne, Genf und Bern demonstrierten zehntausende Frauen aller Altersgruppen, viele von ihnen in Rosa oder Lila gekleidet. Auch in kleinen Städten gingen Frauen auf die Straße. Vielerorts gab es lautstarke Kochtopfkonzerte, Versammlungen und Picknicks.

Der erste Frauenstreik war im Jahr 1991 begangen worden. Eine halbe Million Frauen legte damals ihre Arbeit nieder und schloss sich den Protesten an. Zehn Jahre zuvor war die Gleichstellung der Geschlechter in der Schweizer Verfassung verankert worden. Erst 2019 wurde ein zweiter Anlauf für einen neuen Protesttag von Frauen gestartet.

Die Anerkennung der Frauenrechte war ein langwieriger Prozess in der Schweiz. 1971 räumte sie als eines der letzten Länder in Europa Frauen das Wahlrecht ein. In den vergangenen drei Jahrzehnten konnten Frauenrechtlerinnen aber einige Fortschritte erzielen. 2002 wurden Abtreibungen legalisiert, 2005 wurden 14 Wochen bezahlter Mutterschaftsurlaub eingeführt. Seit 2021 gibt es einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub. Doch der eingeschränkte Zugang zu den teuren Kindertagesstätten gilt als Haupthindernis für die Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt.

R.Zaccone--PV

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