Pallade Veneta - Studie: Wärmepumpen wegen staatlicher Förderung günstiger als Gasheizungen

Studie: Wärmepumpen wegen staatlicher Förderung günstiger als Gasheizungen


Studie: Wärmepumpen wegen staatlicher Förderung günstiger als Gasheizungen
Studie: Wärmepumpen wegen staatlicher Förderung günstiger als Gasheizungen / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Wärmepumpen sind unter Berücksichtigung der geplanten staatlichen Förderung über die Dauer ihrer Nutzung insgesamt günstiger als fossile Gasheizungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Prognos AG im Auftrag des Umweltverbands WWF, die am Montag in Berlin veröffentlicht wurde. Dies gilt der Studie zufolge auch bereits in der niedrigsten Stufe der Förderung.

Textgröße ändern:

"Wer heute klimafreundlich handelt, handelt auch wirtschaftlich vernünftig", erklärte dazu die Leiterin des Bereichs Klimapolitik beim WWF, Viviane Raddatz. Dies müsse den Menschen jetzt durch eine gute Kommunikation vermittelt werden. "Die Menschen brauchen Fakten, keine Meinungen, um ihr Wohnumfeld für die Zukunft richtig aufzustellen", hob Raddatz hervor.

Berechnet wurden demnach für ein energetisch relativ ungünstiges Haus der Energieeffizienzklasse F die Kosten einer neuen Luft-Wasser-Wärmepumpe mit den angedachten drei Förderkategorien Grundförderung (30 Prozent), Grundförderung plus Geschwindigkeitsbonus (50 Prozent) sowie zusätzlichem Einkommensbonus (70 Prozent). Verglichen wurde dies mit den Kosten einer neuen Gasheizung. In allen Berechnungen habe sich die Wärmepumpe als die langfristig günstigere Option erwiesen.

Allein die Grundförderung mache die Wärmepumpe wettbewerbsfähiger als eine Gasheizung, heißt es. Durch Grund- und Geschwindigkeitsbonus ließen sich bereits rund 400 Euro im Jahr im Vergleich zu einer Gasheizung einsparen, in Kombination mit einer Solaranlage sogar rund 780 Euro. Mit dem zusätzlichen Einkommensbonus würde die jährliche Ersparnis demnach rund 750 Euro betragen, mit Solaranlage sogar mehr als 1100 Euro.

Angenommen wurden für die Berechnung förderfähige Investitionskosten für die Wärmepumpe von 22.000 Euro plus 6000 Euro weitere Kosten, etwa für den Austausch von Heizkörpern. Für einen neuen Gaskessel wurden einschließlich notwendiger Nebenarbeiten Kosten von 11.000 Euro angenommen. Für die Nutzungsdauer wurden jeweils 15 Jahre zugrundegelegt, die Investitionskosten auf diesen Zeitraum umgelegt. Berücksichtigt wurden geltende Annahmen zur CO2-Bepreisung und zur Entwicklung der Energiepreise.

Die Regierung plant ab 2024 für den Einbau einer Wärmepumpe eine Grundförderung von 30 Prozent der Investitionskosten, wobei die förderfähigen Investitionskosten auf 30.000 Euro für ein Einfamilienhaus begrenzt werden. Für frühzeitige Umrüstungen gibt es einen zusätzlichen Geschwindigkeitsbonus von 20 Prozent. Bei zu versteuernden Einkommen bis 40.000 Euro wird ein zusätzlicher Einkommensbonus von 30 Prozent gewährt, wobei die Gesamtförderung höchstens 70 Prozent beträgt.

Der WWF wies zudem auf den zusätzlichen Effekt durch die Kombination mit einer Solaranlage hin. "Die Wärme- und Energiewende sind zusammen lösbar und sollten auch zusammen gedacht werden", erklärte Raddatz.

U.Paccione--PV

Empfohlen

Sánchez wirbt um "große progressive Mehrheit" für neue Wohnungspolitik in Spanien

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat bei seinem ersten Wahlkampfauftritt um eine breite Mehrheit im Parlament für eine neue Wohnungspolitik geworben. Mit einer "großen progressiven Mehrheit" könne das Parlament das von seiner linksgerichteten Regierung geplante Maßnahmenpaket gegen die Wohnungskrise umsetzen, sagte Sánchez am Samstag bei einem Auftritt in Dos Hermanas in der Nähe von Sevilla in Andalusien. Es gehe darum, "Kleinvermieter und Mieter vor der Immobilienspekulation zu schützen".

EU-Haushalt: Irland sieht Sparpotenzial von acht Prozent - Kritik von Merz

Einsparungen in dreistelliger Milliardenhöhe: Diesen Haushaltsvorschlag hat die irische EU-Ratspräsidentschaft am Samstag vorgelegt. Im Vergleich zum Haushaltsentwurf der EU-Kommission mit einem Gesamtvolumen von knapp zwei Billionen Euro für die Jahre 2028 bis 2034 sieht die Regierung in Dublin Sparpotenzial in Höhe von rund 140 Milliarden Euro oder acht Prozent. Während Deutschland und Schweden die Einsparungen als zu niedrig kritisierten, sehen andere Länder sie als zu weitgehend an.

Journalistenverband verurteilt AfD-Drohung gegen ZDF-Reporter Köster

Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Drohungen des AfD-Politikers Ulrich Siegmund gegen den ZDF-Reporter Fabian Köster im Landtag von Sachsen-Anhalt verurteilt. "Erst kritische Journalisten unter Druck setzen, dann Sender abwickeln wollen: Das ist kein Medienkonzept, das ist pure Einschüchterung", erklärte der DJV- Bundesvorsitzende Mika Beuster. Wer kritische Berichterstattung mit der beruflichen Existenz verknüpfe, überschreite eine rote Linie.

Trump verkündet Diesel-Liefervereinbarung mit Putin - Scharfe Kritik aus Kiew

Dreieinhalb Wochen vor den Kongresswahlen in den USA und trotz bestehender Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs hat US-Präsident Donald Trump eine Vereinbarung mit Moskau über russische Diesel-Lieferungen verkündet. Russland werde "sofort mehr als 300.000 Tonnen Dieselkraftstoff" für die USA und den Weltmarkt liefern und weitere 500.000 Tonnen im November, erklärte Trump am Freitag. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte den Schritt als "unwürdig" und Zeichen der "Schwäche".

Textgröße ändern: