Pallade Veneta - Kupferhersteller Aurubis geht von Metalldiebstahl in dreistelliger Millionenhöhe aus

Kupferhersteller Aurubis geht von Metalldiebstahl in dreistelliger Millionenhöhe aus


Kupferhersteller Aurubis geht von Metalldiebstahl in dreistelliger Millionenhöhe aus
Kupferhersteller Aurubis geht von Metalldiebstahl in dreistelliger Millionenhöhe aus / Foto: Fred TANNEAU - AFP

Der Kupferhersteller Aurubis ist nach eigenen Angaben erneut bestohlen worden - der Schaden belaufe sich auf einen niedrigen dreistelligen Millionenbereich, teilte das Hamburger Unternehmen am Donnerstagabend mit. Aurubis strich daher die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr.

Textgröße ändern:

Aurubis hatte schon im Juni gemeldet, dass im Unternehmen edelmetallhaltige Zwischenprodukte im Wert von rund 20 Millionen Euro gestohlen worden waren. Ermittelt wurde gegen einzelne aktive und ehemalige Mitarbeiter der Aurubis beziehungsweise Mitarbeiter von Fremdfirmen, die auf dem Werksgelände der Aurubis tätig sind oder waren - einige wurden festgenommen.

Bei der regelmäßigen Überprüfung des Metallbestands seien nun erneut erhebliche Abweichungen vom Soll-Bestand sowie bei Sonderproben bestimmter Lieferungen von Einsatzmaterialien im Recyclingbereich Abweichungen festgestellt worden, teilte Aurubis am Donnerstag mit. Aufgrund dieser Indizien gehe die Firma davon aus, dass das Unternehmen Gegenstand weiterer krimineller Handlungen geworden sei. Das Landeskriminalamt sei eingeschaltet.

Aurubis hatte im Juni erklärt, dass es sich als Unternehmen mit einer Edelmetallverarbeitung dem grundsätzlichen Risiko ausgesetzt sehe, in den Fokus von kriminellen Handlungen zu geraten. Deshalb sollten Präventions- und Sicherheitsstandards noch einmal verbessert werden. Erste Sofortmaßnahmen sollen das bisheriges Sicherheitsniveau "noch einmal deutlich anheben".

Aurubis ist nach eigenen Angaben ein weltweit führender Anbieter von Nichteisenmetallen und einer der größten Kupferrecycler der Welt. Das Unternehmen verarbeitet und verwertet "komplexe Konzentrate und Recyclingrohstoffe zu Metallen höchster Reinheit". Dazu zählen Kupfer, aber auch Gold, Silber und Metalle der Platingruppe, dazu Metalle wie Blei, Nickel, Zinn, Zink und Selen.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Sánchez wirbt um "große progressive Mehrheit" für neue Wohnungspolitik in Spanien

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat bei seinem ersten Wahlkampfauftritt um eine breite Mehrheit im Parlament für eine neue Wohnungspolitik geworben. Mit einer "großen progressiven Mehrheit" könne das Parlament das von seiner linksgerichteten Regierung geplante Maßnahmenpaket gegen die Wohnungskrise umsetzen, sagte Sánchez am Samstag bei einem Auftritt in Dos Hermanas in der Nähe von Sevilla in Andalusien. Es gehe darum, "Kleinvermieter und Mieter vor der Immobilienspekulation zu schützen".

EU-Haushalt: Irland sieht Sparpotenzial von acht Prozent - Kritik von Merz

Einsparungen in dreistelliger Milliardenhöhe: Diesen Haushaltsvorschlag hat die irische EU-Ratspräsidentschaft am Samstag vorgelegt. Im Vergleich zum Haushaltsentwurf der EU-Kommission mit einem Gesamtvolumen von knapp zwei Billionen Euro für die Jahre 2028 bis 2034 sieht die Regierung in Dublin Sparpotenzial in Höhe von rund 140 Milliarden Euro oder acht Prozent. Während Deutschland und Schweden die Einsparungen als zu niedrig kritisierten, sehen andere Länder sie als zu weitgehend an.

Journalistenverband verurteilt AfD-Drohung gegen ZDF-Reporter Köster

Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Drohungen des AfD-Politikers Ulrich Siegmund gegen den ZDF-Reporter Fabian Köster im Landtag von Sachsen-Anhalt verurteilt. "Erst kritische Journalisten unter Druck setzen, dann Sender abwickeln wollen: Das ist kein Medienkonzept, das ist pure Einschüchterung", erklärte der DJV- Bundesvorsitzende Mika Beuster. Wer kritische Berichterstattung mit der beruflichen Existenz verknüpfe, überschreite eine rote Linie.

Trump verkündet Diesel-Liefervereinbarung mit Putin - Scharfe Kritik aus Kiew

Dreieinhalb Wochen vor den Kongresswahlen in den USA und trotz bestehender Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs hat US-Präsident Donald Trump eine Vereinbarung mit Moskau über russische Diesel-Lieferungen verkündet. Russland werde "sofort mehr als 300.000 Tonnen Dieselkraftstoff" für die USA und den Weltmarkt liefern und weitere 500.000 Tonnen im November, erklärte Trump am Freitag. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte den Schritt als "unwürdig" und Zeichen der "Schwäche".

Textgröße ändern: