Pallade Veneta - Stromerzeugung in Deutschland um 11,4 Prozent gesunken

Stromerzeugung in Deutschland um 11,4 Prozent gesunken


Stromerzeugung in Deutschland um 11,4 Prozent gesunken
Stromerzeugung in Deutschland um 11,4 Prozent gesunken / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Die Stromerzeugung in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,4 Prozent auf 233,9 Milliarden Kilowattstunden gesunken. Aufgrund gestiegener Importe sank die insgesamt im deutschen Netz verfügbare Strommenge weniger stark um 6,9 Prozent, wie das statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Der größte Anteil des eingespeisten Stroms kam demnach aus Windenergie.

Textgröße ändern:

Hauptgrund für die insgesamt geringere Strommenge sei ein geringerer Bedarf, erklärten die Statistiker. Wegen der hohen Energiepreise und der schwachen Konjunktur hätten vor allem Industriezweige wie die Chemie- und Metallindustrie, die besonders viel Energie verbrauchen, weniger verbraucht.

In Deutschland sei unter anderem weniger Strom erzeugt worden, weil die drei letzten deutschen Atomkraftwerke im April vom Netz gegangen seien. Ihr Wegfall wurde laut statistischem Bundesamt vor allem durch gestiegene Importe kompensiert.

Deutschland importierte demnach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als 30 Prozent mehr Strom, den größten Teil davon aus den Niederlanden. Gleichzeitig gingen die Stromexporte um fast 20 Prozent zurück. Das statistische Bundesamt verzeichnete weiter einen Exportüberschuss, der mit zwei Milliarden Kilowattstunden allerdings deutlich geringer ausfiel als im ersten Halbjahr 2022.

Der wichtigste Energieträger in Deutschland war in der ersten Jahreshälfte die Windenergie mit einem Anteil von 28,6 Prozent, obwohl die produzierte Menge leicht zurückging. Der Anteil der Stromerzeugung aus Kohle ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück auf 27,1 Prozent, etwas mehr Strom kam auch anteilig aus Erdgaskraftwerken.

L.Barone--PV

Empfohlen

Sánchez wirbt um "große progressive Mehrheit" für neue Wohnungspolitik in Spanien

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat bei seinem ersten Wahlkampfauftritt um eine breite Mehrheit im Parlament für eine neue Wohnungspolitik geworben. Mit einer "großen progressiven Mehrheit" könne das Parlament das von seiner linksgerichteten Regierung geplante Maßnahmenpaket gegen die Wohnungskrise umsetzen, sagte Sánchez am Samstag bei einem Auftritt in Dos Hermanas in der Nähe von Sevilla in Andalusien. Es gehe darum, "Kleinvermieter und Mieter vor der Immobilienspekulation zu schützen".

EU-Haushalt: Irland sieht Sparpotenzial von acht Prozent - Kritik von Merz

Einsparungen in dreistelliger Milliardenhöhe: Diesen Haushaltsvorschlag hat die irische EU-Ratspräsidentschaft am Samstag vorgelegt. Im Vergleich zum Haushaltsentwurf der EU-Kommission mit einem Gesamtvolumen von knapp zwei Billionen Euro für die Jahre 2028 bis 2034 sieht die Regierung in Dublin Sparpotenzial in Höhe von rund 140 Milliarden Euro oder acht Prozent. Während Deutschland und Schweden die Einsparungen als zu niedrig kritisierten, sehen andere Länder sie als zu weitgehend an.

Journalistenverband verurteilt AfD-Drohung gegen ZDF-Reporter Köster

Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Drohungen des AfD-Politikers Ulrich Siegmund gegen den ZDF-Reporter Fabian Köster im Landtag von Sachsen-Anhalt verurteilt. "Erst kritische Journalisten unter Druck setzen, dann Sender abwickeln wollen: Das ist kein Medienkonzept, das ist pure Einschüchterung", erklärte der DJV- Bundesvorsitzende Mika Beuster. Wer kritische Berichterstattung mit der beruflichen Existenz verknüpfe, überschreite eine rote Linie.

Trump verkündet Diesel-Liefervereinbarung mit Putin - Scharfe Kritik aus Kiew

Dreieinhalb Wochen vor den Kongresswahlen in den USA und trotz bestehender Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs hat US-Präsident Donald Trump eine Vereinbarung mit Moskau über russische Diesel-Lieferungen verkündet. Russland werde "sofort mehr als 300.000 Tonnen Dieselkraftstoff" für die USA und den Weltmarkt liefern und weitere 500.000 Tonnen im November, erklärte Trump am Freitag. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte den Schritt als "unwürdig" und Zeichen der "Schwäche".

Textgröße ändern: