Pallade Veneta - Arbeitsagenturen erwarten trotz Ukraine-Kriegs weitere Erholung am Arbeitsmarkt

Arbeitsagenturen erwarten trotz Ukraine-Kriegs weitere Erholung am Arbeitsmarkt


Arbeitsagenturen erwarten trotz Ukraine-Kriegs weitere Erholung am Arbeitsmarkt
Arbeitsagenturen erwarten trotz Ukraine-Kriegs weitere Erholung am Arbeitsmarkt

Die Arbeitsagenturen in Deutschland gehen trotz des Kriegs in der Ukraine derzeit von einem weiteren Aufschwung am Arbeitsmarkt aus. Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit legte im März zum dritten Mal in Folge zu, wie das IAB am Dienstag mitteilte. Risiken bleiben demnach aber "eine geopolitische Ausweitung der Ukraine-Krise" oder ein Energie-Lieferstopp.

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Das IAB Arbeitsmarktbarometer legte im März um 0,5 Punkte auf einen Wert von 105,1 Zählern zu und erreichte damit den höchsten Stand sei dem vergangenen Sommer. Das Arbeitsmarktbarometer gilt als Frühindikator für die Arbeitsmarktentwicklung und basiert auf einer monatlichen Umfrage unter allen Arbeitsagenturen. Der Index setzt sich dabei aus zwei Komponenten zusammen: einer zur Vorhersage der Arbeitslosenzahlen in den nächsten drei Monaten und einer zur Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Die Skala reicht von 90 Punkten für eine sehr schlechte Entwicklung bis zu 110 Punkten für eine sehr gute Entwicklung.

"Solange der Ukraine-Krieg nicht noch umfassender eskaliert, erwarten die Arbeitsagenturen, dass der Aufschwung am Arbeitsmarkt weitergeht", erklärte der Leiter des IAB-Forschungsbereichs "Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen", Enzo Weber. Zwar seien "etliche Betriebe" durch Lieferengpässe, Exportausfälle und Energiepreissteigerungen betroffen. "Aber viele negative Arbeitsmarkteffekte können nötigenfalls durch Kurzarbeit abgefedert werden", fügte er hinzu. Gleichzeitig schreite auch die Erholung von der Corona-Krise "weiter voran".

Das Ifo-Institut teilte am Dienstag unterdessen mit, dass das Beschäftigungsbarometer des Münchener Wirtschaftsforschungsinstituts im März auf 102,1 Punkte und damit den niedrigsten Wert seit Mai 202 gefallen sei. Die gegenwärtig hohe Unsicherheit in der Wirtschaft durch den Angriff Russlands auf die Ukraine "lässt die Unternehmen bei den Personalplanungen zurückhaltender werden", erklärte das Ifo. Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit zeichne sich im Moment aber nicht ab.

In der Industrie sei das Beschäftigungsbarometer gleichwohl "merklich" gesunken. Die Unternehmen wollten jedoch weiterhin einstellen, wenn auch weniger stark als zuletzt. Auch im Dienstleistungssektor habe der Indikator nachgegeben, verbleibe aber auf hohem Niveau. Insbesondere das Gastgewerbe suche verstärkt neue Mitarbeiter. Im Handel sowie im Baugewerbe bestehe hingegen "gegenwärtig eher Zurückhaltung mit Blick auf die Schaffung neuer Stellen". Das Ifo-Beschäftigungsbarometer basiert auf den monatlichen Konjunkturumfragen des Instituts.

G.Riotto--PV

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