Pallade Veneta - Gewerkschaften fordern Unterstützung für energieintensive Branchen

Gewerkschaften fordern Unterstützung für energieintensive Branchen


Gewerkschaften fordern Unterstützung für energieintensive Branchen
Gewerkschaften fordern Unterstützung für energieintensive Branchen

Angesichts der hohen Energiepreise aufgrund des Ukraine-Kriegs haben die drei Industriegewerkschaften IG Metall, IG BCE und IG BAU staatliche Hilfen für besonders energieintensive Branchen gefordert. Der erste Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, forderte die Bundesregierung am Dienstag auf, Liquiditätshilfen für besonders betroffene Unternehmen zu prüfen.

Textgröße ändern:

Die Gewerkschaftschefs warnten vor weiter steigenden Energiepreisen und möglichen Auswirkungen auf Produktionsstandorte und Arbeitsplätze. Viele Unternehmen seien derzeit doppelt gefordert, da sie einerseits Milliardeninvestitionen im Rahmen der Klimaziele stemmen und nun zusätzlich eine "dramatisch veränderte Preisstruktur im Bereich der Energie- und Rohstoffkosten" schultern müssten, warnte IG Metall-Chef Hofmann.

Neben einem mittel- und langfristigen Umsteuern in der Energiepolitik seien deshalb auch kurzfristige Maßnahmen erforderlich. Dazu gehörten beispielsweise Liquiditätshilfen für Unternehmen, die aufgrund der Energiepreise von der Insolvenz bedroht seien.

Zudem sollten Regelungen zur Kurzarbeit auch auf die aktuelle Situation anwendbar sein und die Mehrwertsteuer auf Strom auf das europäische Mindestmaß abgesenkt werden. Ziel dieser kurzfristigen Maßnahmen müsse es sein, die zusätzlichen Belastungen abzufedern und so Arbeitsplätze zu sichern, erklärten die drei Gewerkschaften in einer gemeinsamen Mitteilung.

Ein Gasembargo lehnten die Gewerkschaften allerdings aufgrund der "besonderen Empfindlichkeit der deutschen Volkswirtschaft" ab. Dies hätte den "schnellen Zusammenbruch der industriellen Produktionsketten in Europa" zur Folge, warnte der Vorsitzende der IG BCE, Michael Vassiliadis.

O.Merendino--PV

Empfohlen

Milliardär Musk bekennt: Geld macht nicht glücklich

Der US-Tech-Milliardär und reichste Mann der Welt, Elon Musk, hat mit einem ungewöhnlichen Bekenntnis Millionen von Online-Klicks erzielt: "Wer auch immer gesagt hat 'Geld kann kein Glück kaufen', wusste wirklich, wovon er sprach", schrieb Musk auf seiner Internetplattform X an seine knapp 234 Millionen Follower. Er kommentierte dies mit einem traurigen Emoji.

Tod eines Zugbegleiters: Debatte über Konsequenzen

Nach dem gewaltsamen Tod eines Zugbegleiters bei einer Fahrkartenkontrolle in Rheinland-Pfalz ist eine Debatte über die Konsequenzen aus dem Fall voll entbrannt. Vertreter von Gewerkschaften und Bahnbetriebsrat forderten eine Doppelbesetzung und bessere Schutzausrüstung für das Zugpersonal, etwa in Form von Bodycams und Notfallknöpfen. Bahnchefin Evelyn Palla kündigte einen Sicherheitsgipfel an, zu dem sie "in den nächsten Tagen" einladen werde.

Trotz geringer Inflation und trotz des starken Euro: EZB lässt Leitzinsen unverändert

Trotz einer rückläufigen Inflation und trotz des starken Euro lässt die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen erneut unverändert. Der EZB-Rat gehe weiter davon aus, dass sich die Inflation auf mittlere Sicht beim Zielwert von zwei Prozent stabilisiere, erläuterte EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Donnerstag die Entscheidung. Parallel dazu zeige sich die Wirtschaft in der Eurozone "in einem schwierigen globalen Umfeld nach wie vor robust".

Branchenverbände fordern Fokus auch auf Sanierungen im neuen Heizungsgesetz

Verbände verschiedener Branchen mit teils sehr unterschiedlicher Interessenlage haben sich gemeinsam für einen Fokus auf energetische Sanierungen im neuen Heizungsgesetz ausgesprochen. Wärmepumpenhersteller, Baustoffexperten und Energieberater legten am Donnerstag einen Vorschlag für eine Verbesserung der derzeitigen Regelungen vor. Demnach sollten Maßnahmen zur Verbesserung der Gebäudeeffizienz auf die strittige 65-Prozent-Vorgabe im derzeitigen Gebäudeenergiegesetz (GEG) angerechnet werden.

Textgröße ändern: