Pallade Veneta - "Lebensgefährlich": Warentest und ADAC warnen vor mangelhaftem Kindersitz

"Lebensgefährlich": Warentest und ADAC warnen vor mangelhaftem Kindersitz


"Lebensgefährlich": Warentest und ADAC warnen vor mangelhaftem Kindersitz
"Lebensgefährlich": Warentest und ADAC warnen vor mangelhaftem Kindersitz / Foto: CHRISTOF STACHE - AFP/Archiv

Die Stiftung Warentest und der ADAC warnen vor dem Kauf des Kindersitzes Viaggio Twist von Peg Perego und der Isofix-Station des Herstellers, die auch für verschiedene Babyschalen verwendet werden kann. Im noch laufenden gemeinsamen Test von Autokindersitzen habe sich beim Frontalcrashtest die Sitzschale des Modells gelöst, der Sitz mitsamt Dummy flogen durchs Auto, wie Stiftung Warentest und ADAC am Donnerstag mitteilten. Der Hersteller habe die Auslieferung bereits gestoppt.

Textgröße ändern:

Der Sitz ist seit Oktober 2023 auf dem Markt. Direkt nach Deutschland ausgeliefert worden bislang seien nur wenige Sitzschalen, zitierte der ADAC den italienischen Hersteller Peg Perego. Ein Anspruch auf Rückgabe oder Umtausch bestehe zwar nicht, doch Eltern könnten beim Hersteller-Kundenservice um Kulanz bitten, erklärte der ADAC.

Im Crashtest des Viaggio Twist brach beim Frontalaufprall zunächst der Stützfuß von der Isofix-Basis ab, schilderten die Tester. Durch die dabei auftretenden Kräfte löste sich der Sitz von der Basis.

Der Viaggio Twist lässt sich sowohl in Fahrtrichtung als auch entgegen der Fahrtrichtung einbauen. In der rückwärts gerichteten Position löste sich nach dem Brechen des Stützfußes der Sitz komplett und flog samt Test-Dummy unkontrolliert nach vorn. Das bedeutet nicht nur für das Kind Lebensgefahr, sondern für alle Insassen des Autos. In Fahrtrichtung löste sich der Sitz teilweise von der Basis und der Dummy wurde weit nach oben und vorn geschleudert. Für das Kind sei das ein hohes Verletzungsrisiko.

Die Crashtests der Stiftung Warentest mit dem ADAC und internationalen Partnern sind von der Unfallschwere an den Fahrzeugcrashtest von Euro NCAP angelehnt, wie die Tester mitteilten. Die Sitze müssen demnach einen frontalen Crash mit 64 Kilometern pro Stunde überstehen. Damit seien sie strenger als die Zulassungsprüfungen, die auch der Sitz und die Basis von Peg Perego erfüllen. "Unsere Prüfungen bilden ein realistisches Unfallgeschehen ab und werden von den meisten Kindersitzherstellern bei der Entwicklung ihrer Produkte berücksichtigt", erklärte Experte Dennis Stieler von der Stiftung Warentest.

O.Merendino--PV

Empfohlen

Bericht: Biontech schließt Werk in Tübingen trotz Millionen-Angebot

Das Biotechnologieunternehmen Biontech schließt sein Werk in Tübingen, obwohl nach Informationen des "Handelsblatts" ein Investorenkonsortium bis zu 20 Millionen Euro dafür geboten hatte. Die Zeitung beruft sich in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Bericht auf Dokumente zu den monatelangen Verhandlungen. Die Verhandlungen mit dem Konsortium um den Münchner Investor Peter Löw hatten demnach im Mai begonnen.

US-Medien: Streamingdienst Netflix streicht 1000 Stellen

Angesichts eines verlangsamten Wachstums will der Streamingdienst Netflix US-Medienberichten zufolge 1000 Stellen abbauen. "Unsere Mission – die Welt zu unterhalten – ist ehrgeizig, und um sie zu erfüllen, müssen wir sehr genau darauf achten, wie wir unsere Mitarbeiter und Ressourcen priorisieren", zitierten US-Medien am Mittwoch aus einer internen Mitteilung der Co-Chefs Ted Sarandos und Greg Peters. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP äußerte sich Netflix zunächst nicht.

Bericht: Panzerbauer KNDS vor Wandel zum Staatskonzern

Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS könnte laut einem Medienbericht zum Staatskonzern werden. Der ursprüngliche Plan für einen Börsengang werde nicht länger verfolgt, berichtet das "Handelsblatt" laut Mitteilung vom Mittwoch unter Berufung auf mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen. Stattdessen wollten die deutschen Eigentümer ihre Anteile an die Bundesregierung verkaufen.

Bundesregierung macht Weg frei für Zuckersteuer

Nach langem Ringen um eine Steuer auf zuckergesüßte Getränke hat sich die Bundesregierung auf einen Gesetzentwurf geeinigt. Die Steuer solle die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung stabil halten und einen wichtigen Beitrag "zum Schutz der Gesundheit vor allem von Kindern und Jugendlichen" leisten, hob das Bundesfinanzministerium hervor. Während Kinderärzte und die Verbraucherorganisation Foodwatch den Schritt begrüßten, kamen aus der Getränkewirtschaft erneut Warnungen vor einer massiven Belastung.

Textgröße ändern: