Pallade Veneta - Netflix weiter auf Erfolgskurs - Mehr als neun Millionen neue Abonnenten

Netflix weiter auf Erfolgskurs - Mehr als neun Millionen neue Abonnenten


Netflix weiter auf Erfolgskurs - Mehr als neun Millionen neue Abonnenten
Netflix weiter auf Erfolgskurs - Mehr als neun Millionen neue Abonnenten / Foto: MARIO TAMA - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Trotz des Vorgehens gegen das Teilen von Passwörtern und trotz Preiserhöhungen hat Netflix erneut mehr Abonnentinnen und Abonnenten gewonnen. Im ersten Quartal stieg ihre Zahl um 9,3 Millionen auf fast 270 Millionen weltweit, wie der US-Streamingdienst am Donnerstag mitteilte. Damit übertraf Netflix die Erwartungen - ebenso beim Umsatz und beim Gewinn.

Textgröße ändern:

Der Umsatz von Januar bis März stieg auf 9,4 Milliarden Dollar, der Gewinn auf 2,3 Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro). Im Vorjahresquartal hatte der Umsatz noch bei 8,2 Milliarden Dollar gelegen, der Gewinn bei 1,3 Milliarden Dollar.

Die Zahlen zeigten, dass das Teilen von Passwörtern bei Netflix noch weiter verbreitet war als gedacht, erklärte Analyst Ross Benes von Emarketer: Netflix gelinge es, Trittbrettfahrer in zahlende Nutzerinnen und Nutzer umzuwandeln.

Der Streamingdienst hatte im vergangenen Jahr das gemeinsame Nutzen eines Accounts mehrerer Haushalte eingeschränkt und in vielen Ländern günstigere Abo-Varianten eingeführt, bei denen Werbung geschaltet wird. Diese Variante kommt laut Unternehmen gut an - mehr als 40 Prozent der neuen Abonnenten entschieden sich dort, wo dies möglich ist, dafür. Dazu kamen Preiserhöhungen im vergangenen und auch in diesem Jahr.

Grund für die Beliebtheit von Netflix ist das Angebot. Co-Chef Greg Peters kündigte eine Reihe von neuen Serien und Filmen in diesem Jahr an, etwa die zweite Staffel von "Squid Games", eine auf dem Roman "Hundert Jahre Einsamkeit" von Gabriel García Márquez beruhende Serie oder eine über das Leben der brasilianischen Rennsportlegende Ayrton Senna. Im Sommer soll ein neuer "Beverly Hills Cop"-Film mit Eddie Murphy herauskommen.

Co-Chef Ted Sarados versicherte in einer Telefonkonferenz für Analysten, Netflix wolle nicht weniger Filme machen, sondern bessere Filme. Ab dem kommenden Jahr werde Netflix keine Abonnentenzahlen mehr veröffentlichen, kündigte Peters zudem an. Stattdessen wolle Netflix sich auf die "Bindung" der Nutzerinnen und Nutzer konzentrieren - also wie lange diese den Streamingdienst schauen.

Die Anlegerinnen und Anleger "finden das nicht gut", erklärte Analystin Sophie Lund-Yates von Hargraves Lansdown das Absacken des Netflix-Kurses um vier Prozent nach Börsenschluss. "Aber es ist eine natürliche Entwicklung: Das Ziel ist immer gewesen, mehr Kunden zu gewinnen und dann die Einkommensquellen zu erweitern."

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Le Pen kritisiert geplante Verabschiedung von EU-Haushalt noch vor Wahlen 2027

Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen hat den Versuch kritisiert, den nächsten mehrjährigen EU-Haushalt noch vor wichtigen Wahlen in mehreren Mitgliedstaaten 2027 zu beschließen. Die angestrebte Einigung bis Ende dieses Jahres sei ein Versuch, "künftige demokratische Entscheidungen vorwegzunehmen und zu ersticken", sagte die Rechtspopulistin am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Brüssel.

Bericht: Biontech schließt Werk in Tübingen trotz Millionen-Angebot

Das Biotechnologieunternehmen Biontech schließt sein Werk in Tübingen, obwohl nach Informationen des "Handelsblatts" ein Investorenkonsortium bis zu 20 Millionen Euro dafür geboten hatte. Die Zeitung beruft sich in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Bericht auf Dokumente zu den monatelangen Verhandlungen. Die Verhandlungen mit dem Konsortium um den Münchner Investor Peter Löw hatten demnach im Mai begonnen.

US-Medien: Streamingdienst Netflix streicht 1000 Stellen

Angesichts eines verlangsamten Wachstums will der Streamingdienst Netflix US-Medienberichten zufolge 1000 Stellen abbauen. "Unsere Mission – die Welt zu unterhalten – ist ehrgeizig, und um sie zu erfüllen, müssen wir sehr genau darauf achten, wie wir unsere Mitarbeiter und Ressourcen priorisieren", zitierten US-Medien am Mittwoch aus einer internen Mitteilung der Co-Chefs Ted Sarandos und Greg Peters. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP äußerte sich Netflix zunächst nicht.

Bericht: Panzerbauer KNDS vor Wandel zum Staatskonzern

Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS könnte laut einem Medienbericht zum Staatskonzern werden. Der ursprüngliche Plan für einen Börsengang werde nicht länger verfolgt, berichtet das "Handelsblatt" laut Mitteilung vom Mittwoch unter Berufung auf mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen. Stattdessen wollten die deutschen Eigentümer ihre Anteile an die Bundesregierung verkaufen.

Textgröße ändern: