Pallade Veneta - Aufträge an Industrie im März überraschend gesunken

Aufträge an Industrie im März überraschend gesunken


Aufträge an Industrie im März überraschend gesunken
Aufträge an Industrie im März überraschend gesunken / Foto: Yann Schreiber - AFP/Archiv

Die Aufträge für Deutschlands Industrie sind im März gesunken - Analysten hatten eigentlich mit einem Anstieg gerechnet: Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, lag der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe 0,4 Prozent unter dem Wert vom Februar. Im Jahresvergleich ergab sich damit ein Minus von 1,9 Prozent.

Textgröße ändern:

Die Behörde korrigierte auch ihre vorläufigen Angaben für Februar deutlich. Nachdem sie zunächst von einem leichten Plus von 0,2 Prozent ausgegangen war, ergab sich nach Revision der Ergebnisse ein Rückgang um 0,8 Prozent. Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war im März 0,7 Prozent niedriger als im Vormonat.

Zwischen den einzelnen Wirtschaftszweigen gab es indes deutliche Unterschiede. Negative Folgen für das Ergebnis hatten etwa die Rückgänge der Aufträge bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (minus 4,5 Prozent) und im sonstigen Fahrzeugbau (minus 2,3 Prozent). Positiv wirkte sich die Entwicklung in der Automobilindustrie (plus 1,1 Prozent) und der Herstellung von elektrischer Ausrüstung (plus 5,9 Prozent) aus.

Y.Destro--PV

Empfohlen

DIW-Auswertung: Nur zwei Drittel des Tankrabatts werden weitergegeben

Zwei Wochen nach Einführung des neuen Tankrabatts zeigt sich nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), dass lediglich 67 Prozent der Steuersenkung an Verbraucherinnen und Verbraucher weitergeben werden. Verglichen mit den Spritpreisen in Frankreich, wo es keinen Tankrabatt gibt, sanken die Preise an den Zapfsäulen in Deutschland demnach im Schnitt um zehn bis elf Cent je Liter - die Steuersenkung durch den Tankrabatt beträgt allerdings rund 17 Cent.

EuGH: Ausweisung von verurteilten Schleusern nicht abschreckend genug

Zu Haftstrafen verurteilte Schleuser dürfen nicht einfach ausgewiesen werden. Das ist keine wirksame, abschreckende Strafe, wie der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Donnerstag entschied. Ungarn verstieß demnach gegen seine Pflichten. (Az. C-521/25)

Bundestags-Gutachten: Neues Energiegesetz womöglich nicht mit EU-Recht vereinbar

Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat Zweifel an der Vereinbarkeit des sogenannten Netzpakets der Bundesregierung mit EU-Recht geäußert. Geplante Einschränkungen für den Anschluss neuer Energieanlagen ans Stromnetz seien eventuell nicht EU-rechtskonform, heißt es in einem von der Grünen-Fraktion beantragten Gutachten, dass der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag.

Schneller als die Inflation: Mieten in deutschen Städten ziehen wieder stärker an

Die Angebotsmieten in deutschen Städten sind zuletzt wieder stärker gestiegen. Wie das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) am Donnerstag mitteilte, legten sie im dritten Quartal im bundesweiten Schnitt um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Verglichen mit dem dritten Quartal 2025 betrug der Anstieg 3,7 Prozent.

Textgröße ändern: