Pallade Veneta - Baukrise in China: Shanghai lockert Vorgaben für Immobilienkauf

Baukrise in China: Shanghai lockert Vorgaben für Immobilienkauf


Baukrise in China: Shanghai lockert Vorgaben für Immobilienkauf
Baukrise in China: Shanghai lockert Vorgaben für Immobilienkauf / Foto: JADE GAO - AFP

Im Angesicht der Krise im Immobiliensektor hat die größte Stadt Chinas und wirtschaftliches Zentrum des Landes, Shanghai, eine bedeutende Lockerung der Vorgaben für den Immobilienkauf angekündigt. Die Mindestzeit, die potenzielle Häuserkäufer bislang in Shanghai gelebt haben müssen, wird von fünf auf drei Jahre reduziert, wie die Stadtverwaltung am Montag bekanntgab.

Textgröße ändern:

Die chinesischen Behörden hatten ab 2020 die Bedingungen für die Vergabe von Krediten an Baufirmen stark eingeschränkt. Hintergrund war die massive Verschuldung des Sektors: Immobilienkonzerne hatten sich in dem jahrelangen Bau-Boom durch Spekulationskäufe stark verschuldet. Auch die Einführung der Mindestresidenzzeit in Shanghai war eine Maßnahme gegen die ausufernde Immobilienspekulation in der 25-Millionen-Metropole.

Branchengrößen wie Evergrande und Country Garden gerieten durch die Beschränkungen seitdem allerdings ins Taumeln. Die Baukrise gilt mittlerweile als größte Gefahr für die chinesische Wirtschaft. Die Regierung in Peking kündigte Mitte Mai weitreichende Gegenmaßnahmen an, darunter den Aufkauf nicht verkaufter Wohnungen durch öffentliche Stellen und vereinfachte Vorgaben für die Kreditaufnahme durch private Käufer.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Streit ums Geld: EU-Staats- und Regierungschefs verhandeln über EU-Haushalt

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben in Brüssel ihre Verhandlungen über den nächsten, auf sieben Jahre angelegten Haushalt der Europäischen Union begonnen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich bei seiner Ankunft in Brüssel am Donnerstag noch höchst skeptisch: "Wir brauchen Einstimmigkeit im Rat, und von dieser Einstimmigkeit sind wir weit entfernt", sagte er. Auch in der Diskussion um mögliche Maßnahmen gegen die infolge des Iran-Krieges erhöhten Energiepreise gab es keine wesentlichen Fortschritte.

Ukraine lagert erstmals seit 2012 wieder Saatgut in Tresor auf Spitzbergen ein

Die Ukraine hat erstmals seit 2012 wieder Saatgut im arktischen Saatgut-Tresor auf Spitzbergen einlagern lassen. In dieser Woche seien 773 Proben in die norwegische Anlage gebracht worden, teilte das Landwirtschaftsministerium in Oslo mit. Darunter seien verschiedene Sorten von Sonnenblumen, Getreide, Buchweizen und Futterpflanzen.

Smartphone als Ausweis: Bundestag macht Weg für digitale Brieftasche frei

Der Bundestag hat den Weg für die Einführung der digitalen Brieftasche freigemacht, die Bürgerinnen und Bürger künftig den Nachweis ihrer Identität per Smartphone ermöglichen soll - etwa um ihr Alter zu belegen oder einen Vertrag abzuschließen. Ab 2027 solle das Smartphone "zum sicheren und bequemen Ausweis für den Alltag" werden, erklärte Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU). Eine Herausforderung bleibt allerdings die bislang noch geringe Bekanntheit des Projekts.

Netzentgelte für Gas steigen voraussichtlich - Stromnetzkosten im Schnitt stabil

Die Netzentgelte für Gas dürften im kommenden Jahr im bundesweiten Schnitt spürbar steigen. Die bislang veröffentlichten vorläufigen Preisblätter der Netzbetreiber deuten auf einen Anstieg um über zwei Prozent hin, wie aus Daten des Energiedatendienstleisters Ene't hervorgeht. Bei den Stromnetzentgelten gibt es demnach im Schnitt kaum Veränderungen, örtlich aber sehr wohl.

Textgröße ändern: