Pallade Veneta - Abstimmung für Gewerkschaftsvertretung in zweitem Amazon-Lager in den USA gescheitert

Abstimmung für Gewerkschaftsvertretung in zweitem Amazon-Lager in den USA gescheitert


Abstimmung für Gewerkschaftsvertretung in zweitem Amazon-Lager in den USA gescheitert
Abstimmung für Gewerkschaftsvertretung in zweitem Amazon-Lager in den USA gescheitert / Foto: Thomas SAMSON - AFP/Archiv

Im US-Bundesstaat New York ist der Versuch der Bildung einer zweiten Gewerkschaftsvertretung beim Versandriesen Amazon gescheitert. Bei der Abstimmung der Mitarbeiter eines Sortierzentrums in Staten Island stimmten 62 Prozent der Teilnehmer gegen eine Vertretung durch die Amazon Labour Union, wie aus am Montag veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Demnach stimmten 618 Mitarbeiter gegen eine Gewerkschaftsvertretung und nur 380 dafür. Die Beteiligung lag bei 61 Prozent.

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Erst vor wenigen Wochen hatte die Belegschaft eines Amazon-Lagers ganz in der Nähe für die erste Gründung einer Gewerkschaftsvertretung bei Amazon in den USA votiert. In dem Lager JFK8 in Staten Island stimmten 55 Prozent der Beschäftigten dafür, von der Amazon Labour Union vertreten zu werden. Hoffnungen der Arbeitnehmerorganisation, diesen Erfolg im gegenüberliegenden Sortierzentrum LDJ5 zu wiederholen, zerschlugen sich jetzt aber.

Amazon stemmt sich seit Jahren gegen die Gründung von Gewerkschaften. Der Online-Versandriese steht in den USA wegen der Arbeitsbedingungen in der Kritik. Gewerkschaften und auch Politiker kritisieren, dass die Beschäftigten des 1994 gegründeten Konzerns einem hohen Arbeitsdruck und einer permanenten Kontrolle ausgesetzt seien. In Deutschland kämpft die Gewerkschaft Verdi seit Jahren dafür, dass die Amazon-Beschäftigten einen Tarifvertrag bekommen und nach dem Tarif für den Einzel- und Versandhandel bezahlt werden.

R.Lagomarsino--PV

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