Pallade Veneta - Inflation in Frankreich schwächt sich auf unter zwei Prozent ab

Inflation in Frankreich schwächt sich auf unter zwei Prozent ab


Inflation in Frankreich schwächt sich auf unter zwei Prozent ab
Inflation in Frankreich schwächt sich auf unter zwei Prozent ab / Foto: PATRICK HERTZOG - AFP

Auch in Frankreich ist die Inflation im August weiter zurückgegangen und lag nach ersten Schätzungen unterhalb des Zwei-Prozent-Ziels der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Verbraucherpreise stiegen vorläufigen Angaben nach im Vergleich zum vergangenen August um 1,9 Prozent, wie das nationale Statistikinstitut (Insee) am Freitag mitteilte. Das Statistische Bundesamt hatte am Donnerstag für Deutschland ebenfalls einen unerwarteten Rückgang der Teuerungsrate auf 1,9 Prozent verkündet.

Textgröße ändern:

Ähnlich wie in Deutschland verwies das Insee vor allem auf die Energiepreise. Allerdings hatte es hier in Deutschland einen starken Rückgang von 5,2 Prozent im Jahresvergleich gegeben, während sich in Frankreich lediglich der Preisauftrieb auf 0,5 Prozent verlangsamte. Lebensmittel- und Dienstleistungspreise stiegen jedoch deutlich weniger stark als in Deutschland.

Die Zahlen ebnen den Weg für eine weitere Leitzinssenkung durch die EZB. Das zuständige Gremium der Euro-Notenbank berät am 13. September über den weiteren geldpolitischen Kurs. Im Juni hatte die EZB als erste große westliche Zentralbank nach Jahren das Zinsniveau um 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Der zentrale Satz, zu dem sich Geschäftsbanken Geld bei der EZB leihen können, liegt seitdem bei 4,25 Prozent.

Die Zentralbank strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an, als Maßstab nimmt sie allerdings den sogenannten harmonisierten Verbraucherpreisindex, der einen Vergleich der Euroländer ermöglicht. Laut Statistischem Bundesamt lag dieser in Deutschland im August bei glatt zwei Prozent, in Frankreich laut Insee mit 2,2 Prozent noch leicht über der Zielmarke.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Streit ums Geld: EU-Staats- und Regierungschefs verhandeln über EU-Haushalt

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben in Brüssel ihre Verhandlungen über den nächsten, auf sieben Jahre angelegten Haushalt der Europäischen Union begonnen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich bei seiner Ankunft in Brüssel am Donnerstag noch höchst skeptisch: "Wir brauchen Einstimmigkeit im Rat, und von dieser Einstimmigkeit sind wir weit entfernt", sagte er. Auch in der Diskussion um mögliche Maßnahmen gegen die infolge des Iran-Krieges erhöhten Energiepreise gab es keine wesentlichen Fortschritte.

Ukraine lagert erstmals seit 2012 wieder Saatgut in Tresor auf Spitzbergen ein

Die Ukraine hat erstmals seit 2012 wieder Saatgut im arktischen Saatgut-Tresor auf Spitzbergen einlagern lassen. In dieser Woche seien 773 Proben in die norwegische Anlage gebracht worden, teilte das Landwirtschaftsministerium in Oslo mit. Darunter seien verschiedene Sorten von Sonnenblumen, Getreide, Buchweizen und Futterpflanzen.

Smartphone als Ausweis: Bundestag macht Weg für digitale Brieftasche frei

Der Bundestag hat den Weg für die Einführung der digitalen Brieftasche freigemacht, die Bürgerinnen und Bürger künftig den Nachweis ihrer Identität per Smartphone ermöglichen soll - etwa um ihr Alter zu belegen oder einen Vertrag abzuschließen. Ab 2027 solle das Smartphone "zum sicheren und bequemen Ausweis für den Alltag" werden, erklärte Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU). Eine Herausforderung bleibt allerdings die bislang noch geringe Bekanntheit des Projekts.

Netzentgelte für Gas steigen voraussichtlich - Stromnetzkosten im Schnitt stabil

Die Netzentgelte für Gas dürften im kommenden Jahr im bundesweiten Schnitt spürbar steigen. Die bislang veröffentlichten vorläufigen Preisblätter der Netzbetreiber deuten auf einen Anstieg um über zwei Prozent hin, wie aus Daten des Energiedatendienstleisters Ene't hervorgeht. Bei den Stromnetzentgelten gibt es demnach im Schnitt kaum Veränderungen, örtlich aber sehr wohl.

Textgröße ändern: