Pallade Veneta - Verbraucherstimmung verschlechtert

Verbraucherstimmung verschlechtert


Verbraucherstimmung verschlechtert
Verbraucherstimmung verschlechtert / Foto: MICHELE TANTUSSI - AFP

Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich verschlechtert. Das Konsumbarometer des Handelsverbands Deutschland (HDE) erreichte Anfang September einen Wert von 96,93 Punkten und damit knapp 0,8 Punkte weniger als im August. "Die Verbraucherinnen und Verbraucher sind mit Blick auf die weitere konjunkturelle Entwicklung sowie auf das eigene Einkommen pessimistischer", erklärte der Verband am Montag.

Textgröße ändern:

"In der Folge planen die Konsumenten für die kommenden Monate weniger Anschaffungen", hieß es weiter. Die Anschaffungsneigung ist für den Einzelhandel besonders relevant. Im aktuellen Barometer sackte sie um gut 1,7 Zähler auf 86,67 ab. Die Konjunkturerwartung sank sogar um mehr als fünf Zähler auf 79,65 Punkte. Die Einkommenserwartungen gingen ebenfalls zurück, während die Sparneigung der Verbraucher zunahm.

"Damit wird vom privaten Konsum in den kommenden Monaten - zumindest im Herbst - kein positiver Impuls zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum ausgehen", erklärten die Handelsexperten. Ein Trostpflaster: Vor einem Jahr wies das Konsumbarometer mit 94,65 Punkte noch einen spürbar schlechteren Wert aus. "Trotz der gegenwärtigen Eintrübung ist insofern die Verbraucherstimmung noch besser als im Vorjahresmonat", erklärte der HDE.

Das HDE-Konsumbarometer ist ein zukunftsorientierter Index, er bildet nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten. Dazu werden einmal im Monat rund 1600 Menschen zu ihrer Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und zu anderen konsumrelevanten Faktoren befragt.

O.Merendino--PV

Empfohlen

Streit ums Geld: EU-Staats- und Regierungschefs verhandeln über EU-Haushalt

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben in Brüssel ihre Verhandlungen über den nächsten, auf sieben Jahre angelegten Haushalt der Europäischen Union begonnen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich bei seiner Ankunft in Brüssel am Donnerstag noch höchst skeptisch: "Wir brauchen Einstimmigkeit im Rat, und von dieser Einstimmigkeit sind wir weit entfernt", sagte er. Auch in der Diskussion um mögliche Maßnahmen gegen die infolge des Iran-Krieges erhöhten Energiepreise gab es keine wesentlichen Fortschritte.

Ukraine lagert erstmals seit 2012 wieder Saatgut in Tresor auf Spitzbergen ein

Die Ukraine hat erstmals seit 2012 wieder Saatgut im arktischen Saatgut-Tresor auf Spitzbergen einlagern lassen. In dieser Woche seien 773 Proben in die norwegische Anlage gebracht worden, teilte das Landwirtschaftsministerium in Oslo mit. Darunter seien verschiedene Sorten von Sonnenblumen, Getreide, Buchweizen und Futterpflanzen.

Smartphone als Ausweis: Bundestag macht Weg für digitale Brieftasche frei

Der Bundestag hat den Weg für die Einführung der digitalen Brieftasche freigemacht, die Bürgerinnen und Bürger künftig den Nachweis ihrer Identität per Smartphone ermöglichen soll - etwa um ihr Alter zu belegen oder einen Vertrag abzuschließen. Ab 2027 solle das Smartphone "zum sicheren und bequemen Ausweis für den Alltag" werden, erklärte Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU). Eine Herausforderung bleibt allerdings die bislang noch geringe Bekanntheit des Projekts.

Netzentgelte für Gas steigen voraussichtlich - Stromnetzkosten im Schnitt stabil

Die Netzentgelte für Gas dürften im kommenden Jahr im bundesweiten Schnitt spürbar steigen. Die bislang veröffentlichten vorläufigen Preisblätter der Netzbetreiber deuten auf einen Anstieg um über zwei Prozent hin, wie aus Daten des Energiedatendienstleisters Ene't hervorgeht. Bei den Stromnetzentgelten gibt es demnach im Schnitt kaum Veränderungen, örtlich aber sehr wohl.

Textgröße ändern: