Pallade Veneta - Boeing kündigt mitten in Streik umfangreiche Sparmaßnahmen an

Boeing kündigt mitten in Streik umfangreiche Sparmaßnahmen an


Boeing kündigt mitten in Streik umfangreiche Sparmaßnahmen an
Boeing kündigt mitten in Streik umfangreiche Sparmaßnahmen an / Foto: Jason Redmond - AFP

Inmitten des Streiks bei Boeing hat der angeschlagene US-Flugzeugbauer umfangreiche Sparmaßnahmen wie die Beurlaubung von Mitarbeitern und einen Einstellungsstopp angekündigt. Boeing befinde sich derzeit "in einer schwierigen Phase", erklärte der Finanzchef des Konzerns, Brian West, am Montag in einer Mitteilung an die Mitarbeiter. "Dieser Streik gefährdet unsere Erholung bedeutend und wir müssen die notwendigen Maßnahmen ergreifen", damit das Unternehmen liquide bleibe und seine Zukunft nicht gefährdet werde.

Textgröße ändern:

West führte aus, der Einstellungsstopp betreffe "alle Ebenen" der Belegschaft. Auch einige geplante Gehaltserhöhungen würden ausgesetzt. Zudem würden "in den kommenden Wochen viele Beschäftigte, Manager und Führungspersonal" in den unbezahlten Urlaub geschickt.

Zudem wurden bis auf Weiteres alle Geschäftsreisen gestrichen, die nicht dringend erforderlich für die Boeing-Kunden, die Produktion oder das Aufrechterhalten der Lieferketten sind. Die übrigen Flüge dürfen nicht in den teuren Business- oder Erste-Klasse-Kategorien unternommen werden. Auch Ausgaben für Werbung und Marketing oder wohltätiges Engagement wurden eingefroren.

In der Nacht zu Freitag waren an der US-Westküste tausende Beschäftigte von Boeing in den Streik getreten. Das bereits ausgehandelte Angebot des Arbeitgebers von 25 Prozent mehr Lohn hatten die Arbeitnehmer mit 94,6 Prozent der Stimmen abgelehnt, sogar 96 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder stimmten für den Streik. Zwei große Werke, die die Flugzeugtypen 737 MAX und 777 bauen, sind derzeit außer Betrieb.

Am Dienstag wollen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ihre Gespräche unter Leitung eines Vermittlers der Bundesbehörden wieder aufnehmen. Der bislang letzte Streik bei Boeing im Jahr 2008 hatte 57 Tage gedauert.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

DIW-Auswertung: Nur zwei Drittel des Tankrabatts werden weitergegeben

Zwei Wochen nach Einführung des neuen Tankrabatts zeigt sich nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), dass lediglich 67 Prozent der Steuersenkung an Verbraucherinnen und Verbraucher weitergeben werden. Verglichen mit den Spritpreisen in Frankreich, wo es keinen Tankrabatt gibt, sanken die Preise an den Zapfsäulen in Deutschland demnach im Schnitt um zehn bis elf Cent je Liter - die Steuersenkung durch den Tankrabatt beträgt allerdings rund 17 Cent.

EuGH: Ausweisung von verurteilten Schleusern nicht abschreckend genug

Zu Haftstrafen verurteilte Schleuser dürfen nicht einfach ausgewiesen werden. Das ist keine wirksame, abschreckende Strafe, wie der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Donnerstag entschied. Ungarn verstieß demnach gegen seine Pflichten. (Az. C-521/25)

Bundestags-Gutachten: Neues Energiegesetz womöglich nicht mit EU-Recht vereinbar

Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat Zweifel an der Vereinbarkeit des sogenannten Netzpakets der Bundesregierung mit EU-Recht geäußert. Geplante Einschränkungen für den Anschluss neuer Energieanlagen ans Stromnetz seien eventuell nicht EU-rechtskonform, heißt es in einem von der Grünen-Fraktion beantragten Gutachten, dass der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag.

Schneller als die Inflation: Mieten in deutschen Städten ziehen wieder stärker an

Die Angebotsmieten in deutschen Städten sind zuletzt wieder stärker gestiegen. Wie das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) am Donnerstag mitteilte, legten sie im dritten Quartal im bundesweiten Schnitt um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Verglichen mit dem dritten Quartal 2025 betrug der Anstieg 3,7 Prozent.

Textgröße ändern: