Pallade Veneta - Norwegen: Mehr zugelassene E-Autos als Benziner - Diesel aber weiter vorn

Norwegen: Mehr zugelassene E-Autos als Benziner - Diesel aber weiter vorn


Norwegen: Mehr zugelassene E-Autos als Benziner - Diesel aber weiter vorn
Norwegen: Mehr zugelassene E-Autos als Benziner - Diesel aber weiter vorn / Foto: Jonathan NACKSTRAND - AFP/Archiv

In Norwegen hat die Zahl der zugelassenen E-Autos erstmals die der Verbrenner mit Benzinmotor überstiegen. Von den 2,8 Millionen Fahrzeugen im Land sind 754.303 reine Elektrofahrzeuge, während 753.905 mit Benzin betrieben werden, wie der norwegische Informationsrat für den Straßenverkehr (OFV) am Dienstag mitteilte. Vorne liegt demnach mit knapp einer Million Fahrzeugen weiterhin der Dieselantrieb, allerdings sinkt der Anteil rapide.

Textgröße ändern:

"Das ist historisch", erklärte OFV-Chef Öyvind Solberg Thorsen zu der Entwicklung. "Ein Meilenstein, den vor zehn Jahren nur wenige in Betracht gezogen hätten." Norwegen werde schon bald sein Ziel erreichen, "das erste Land der Welt zu werden, dessen Fahrzeugflotte von Elektroautos dominiert wird".

Bei den Neuwagen ist das skandinavische Land auf Kurs, wie geplant im kommenden Jahr nur noch reine E-Autos neu zuzulassen. Im August waren 94,3 Prozent der neuen Autos reine E-Modelle. Der Erfolg des Elektrofahrzeugs in Norwegen ist unter anderem auf eine extrem begünstigte Besteuerung zurückzuführen, die diese Modelle im Vergleich zu Verbrennern und Hybridfahrzeugen sehr wettbewerbsfähig macht.

In der EU lag der Anteil von E-Autos an den Neuzulassungen in diesem Jahr erst bei 12,5 Prozent und er ist seit Ende 2023 sogar rückläufig - vor allem wegen des schwachen E-Auto-Absatzes in Deutschland.

C.Conti--PV

Empfohlen

DIW-Auswertung: Nur zwei Drittel des Tankrabatts werden weitergegeben

Zwei Wochen nach Einführung des neuen Tankrabatts zeigt sich nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), dass lediglich 67 Prozent der Steuersenkung an Verbraucherinnen und Verbraucher weitergeben werden. Verglichen mit den Spritpreisen in Frankreich, wo es keinen Tankrabatt gibt, sanken die Preise an den Zapfsäulen in Deutschland demnach im Schnitt um zehn bis elf Cent je Liter - die Steuersenkung durch den Tankrabatt beträgt allerdings rund 17 Cent.

EuGH: Ausweisung von verurteilten Schleusern nicht abschreckend genug

Zu Haftstrafen verurteilte Schleuser dürfen nicht einfach ausgewiesen werden. Das ist keine wirksame, abschreckende Strafe, wie der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Donnerstag entschied. Ungarn verstieß demnach gegen seine Pflichten. (Az. C-521/25)

Bundestags-Gutachten: Neues Energiegesetz womöglich nicht mit EU-Recht vereinbar

Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat Zweifel an der Vereinbarkeit des sogenannten Netzpakets der Bundesregierung mit EU-Recht geäußert. Geplante Einschränkungen für den Anschluss neuer Energieanlagen ans Stromnetz seien eventuell nicht EU-rechtskonform, heißt es in einem von der Grünen-Fraktion beantragten Gutachten, dass der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag.

Schneller als die Inflation: Mieten in deutschen Städten ziehen wieder stärker an

Die Angebotsmieten in deutschen Städten sind zuletzt wieder stärker gestiegen. Wie das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) am Donnerstag mitteilte, legten sie im dritten Quartal im bundesweiten Schnitt um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Verglichen mit dem dritten Quartal 2025 betrug der Anstieg 3,7 Prozent.

Textgröße ändern: