Pallade Veneta - Verbraucherzentrale: Serviceportal leitet tausende Wohngeldanträge falsch weiter

Verbraucherzentrale: Serviceportal leitet tausende Wohngeldanträge falsch weiter


Verbraucherzentrale: Serviceportal leitet tausende Wohngeldanträge falsch weiter
Verbraucherzentrale: Serviceportal leitet tausende Wohngeldanträge falsch weiter / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Ein Online-Serviceportal, das Antragstellungen für Verbraucherinnen und Verbraucher übernimmt, hat offenbar Wohngeldanträge vielfach falsch weitergeleitet. Allein im September sind beim hierfür nicht zuständigen Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen tausende Anträge auf Wohngeld eingegangen, wie die Verbraucherzentrale Berlin am Mittwoch unter Verweis auf das Ministerium mitteilte. Betroffene verlieren demnach durch den kostenpflichtigen Service nicht nur Geld, sondern möglicherweise auch ihre Wohngeldansprüche.

Textgröße ändern:

Wer einen Antrag bei dem durch das Unternehmen SSS Software Special Service betriebenen Portal online-wohngeld.de gestellt habe, "sollte davon ausgehen, dass dieser nicht beim zuständigen Sozialleistungsträger eingegangen ist", erklärte die Verbraucherzentrale. Zwar gibt das Unternehmen demnach an, den Antrag an das zuständige Amt geleitet zu haben, in Wirklichkeit ging es aber regelmäßig an das Bundesbauministerium.

Ansprechpartner ist allerdings die Wohngeldstelle der Kommune, in vielen Bundesländern kann das Wohngeld auch kostenlos online beantragt werden. Für Nordrhein-Westfalen und weitere Länder gibt es das Angebot hier: www.wohngeldrechner.nrw.de.

Bei dem Antrags-Service werden laut Verbraucherzentrale hingegen 29,99 Euro fällig. Eine Information, dass ihr Antrag bei der falschen Stelle gelandet ist, bekommen die Verbraucherinnen und Verbraucher indes nicht. Dies könne den Verlust von Wohngeldansprüchen und "weit höhere Kosten" als die Gebühren für den Antrags-Service verursachen. Die Verbraucherzentrale warnt daher vor diesen Angeboten.

Das Unternehmen äußerte sich auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht zu den Vorwürfen.

F.Amato--PV

Empfohlen

Le Pen kritisiert geplante Verabschiedung von EU-Haushalt noch vor Wahlen 2027

Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen hat den Versuch kritisiert, den nächsten mehrjährigen EU-Haushalt noch vor wichtigen Wahlen in mehreren Mitgliedstaaten 2027 zu beschließen. Die angestrebte Einigung bis Ende dieses Jahres sei ein Versuch, "künftige demokratische Entscheidungen vorwegzunehmen und zu ersticken", sagte die Rechtspopulistin am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Brüssel.

Bericht: Biontech schließt Werk in Tübingen trotz Millionen-Angebot

Das Biotechnologieunternehmen Biontech schließt sein Werk in Tübingen, obwohl nach Informationen des "Handelsblatts" ein Investorenkonsortium bis zu 20 Millionen Euro dafür geboten hatte. Die Zeitung beruft sich in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Bericht auf Dokumente zu den monatelangen Verhandlungen. Die Verhandlungen mit dem Konsortium um den Münchner Investor Peter Löw hatten demnach im Mai begonnen.

US-Medien: Streamingdienst Netflix streicht 1000 Stellen

Angesichts eines verlangsamten Wachstums will der Streamingdienst Netflix US-Medienberichten zufolge 1000 Stellen abbauen. "Unsere Mission – die Welt zu unterhalten – ist ehrgeizig, und um sie zu erfüllen, müssen wir sehr genau darauf achten, wie wir unsere Mitarbeiter und Ressourcen priorisieren", zitierten US-Medien am Mittwoch aus einer internen Mitteilung der Co-Chefs Ted Sarandos und Greg Peters. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP äußerte sich Netflix zunächst nicht.

Bericht: Panzerbauer KNDS vor Wandel zum Staatskonzern

Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS könnte laut einem Medienbericht zum Staatskonzern werden. Der ursprüngliche Plan für einen Börsengang werde nicht länger verfolgt, berichtet das "Handelsblatt" laut Mitteilung vom Mittwoch unter Berufung auf mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen. Stattdessen wollten die deutschen Eigentümer ihre Anteile an die Bundesregierung verkaufen.

Textgröße ändern: