Pallade Veneta - Referendum in Kasachstan: Mehrheit für Bau des ersten Atomkraftwerks im Land

Referendum in Kasachstan: Mehrheit für Bau des ersten Atomkraftwerks im Land


Referendum in Kasachstan: Mehrheit für Bau des ersten Atomkraftwerks im Land
Referendum in Kasachstan: Mehrheit für Bau des ersten Atomkraftwerks im Land / Foto: Ruslan PRYANIKOV - AFP/Archiv

In Kasachstan haben die Bürgerinnen und Bürger in einem Referendum für den Bau des ersten Atomkraftwerks in dem zentralasiatischen Land gestimmt. Laut zwei vom Staatsfernsehen am Sonntagabend veröffentlichen Umfragen nach der Stimmabgabe votierten rund 70 Prozent mit "Ja". Die Wahlkommission will das amtliche Ergebnis am Montag veröffentlichen. Die Beteiligung an der Abstimmung lag nach Angaben der Kommission bei knapp 64 Prozent.

Textgröße ändern:

Kasachstan ist der weltgrößte Produzent von Uran, leidet jedoch an Strommangel. Dies soll das Akw ändern. Um den Bau der Nuklearanlage bewerben sich Unternehmen aus Frankreich, Russland, China und Südkorea.

Der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew bezeichnete das geplante Akw als "das größte Projekt in der Geschichte des unabhängigen Kasachstan". Er plädierte am Sonntag dafür, dass die Anlage von einem "Konsortium aus globalen Unternehmen mit Technologien auf dem neuesten Stand" gebaut wird.

Die Gegner des Projekts befürchten eine Umweltkatastrophe im Fall eines Unfalls an der Anlage. Bei Protesten gegen das Vorhaben waren in den vergangenen Wochen laut Berichten privater kasachischer Medien dutzende Menschen festgenommen worden. Das Akw soll in der Nähe eines halbverlassenen Dorfs am Balchaschsee im Osten des Landes gebaut werden.

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

Le Pen kritisiert geplante Verabschiedung von EU-Haushalt noch vor Wahlen 2027

Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen hat den Versuch kritisiert, den nächsten mehrjährigen EU-Haushalt noch vor wichtigen Wahlen in mehreren Mitgliedstaaten 2027 zu beschließen. Die angestrebte Einigung bis Ende dieses Jahres sei ein Versuch, "künftige demokratische Entscheidungen vorwegzunehmen und zu ersticken", sagte die Rechtspopulistin am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Brüssel.

Bericht: Biontech schließt Werk in Tübingen trotz Millionen-Angebot

Das Biotechnologieunternehmen Biontech schließt sein Werk in Tübingen, obwohl nach Informationen des "Handelsblatts" ein Investorenkonsortium bis zu 20 Millionen Euro dafür geboten hatte. Die Zeitung beruft sich in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Bericht auf Dokumente zu den monatelangen Verhandlungen. Die Verhandlungen mit dem Konsortium um den Münchner Investor Peter Löw hatten demnach im Mai begonnen.

US-Medien: Streamingdienst Netflix streicht 1000 Stellen

Angesichts eines verlangsamten Wachstums will der Streamingdienst Netflix US-Medienberichten zufolge 1000 Stellen abbauen. "Unsere Mission – die Welt zu unterhalten – ist ehrgeizig, und um sie zu erfüllen, müssen wir sehr genau darauf achten, wie wir unsere Mitarbeiter und Ressourcen priorisieren", zitierten US-Medien am Mittwoch aus einer internen Mitteilung der Co-Chefs Ted Sarandos und Greg Peters. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP äußerte sich Netflix zunächst nicht.

Bericht: Panzerbauer KNDS vor Wandel zum Staatskonzern

Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS könnte laut einem Medienbericht zum Staatskonzern werden. Der ursprüngliche Plan für einen Börsengang werde nicht länger verfolgt, berichtet das "Handelsblatt" laut Mitteilung vom Mittwoch unter Berufung auf mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen. Stattdessen wollten die deutschen Eigentümer ihre Anteile an die Bundesregierung verkaufen.

Textgröße ändern: