Pallade Veneta - Biden untermauert mit Asien-Reise Bedeutung der Region für Washington

Biden untermauert mit Asien-Reise Bedeutung der Region für Washington


Biden untermauert mit Asien-Reise Bedeutung der Region für Washington
Biden untermauert mit Asien-Reise Bedeutung der Region für Washington / Foto: SAUL LOEB - AFP

Mit seiner ersten Ostasien-Reise als US-Präsident hat Joe Biden die strategische Bedeutung der Region für die USA untermauert. Biden landete am Freitag zum Auftakt seiner Reise in Südkorea und wurde dort von Präsident Yoon Suk Yeol empfangen. Beim Besuch einer Halbleiterfabrik des Technologiekonzerns Samsung in der Stadt Pyeongtaek bezeichnete Biden das Bündnis der beiden Länder als "Stütze für Frieden, Stabilität und Wohlstand" in der Welt.

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Die USA legen angesichts des wirtschaftlichen und militärischen Aufstiegs des Rivalen China schon seit Jahren einen zunehmenden Schwerpunkt auf Asien. Chinas Erstarken lässt die jahrzehntelange US-Dominanz in der Region bröckeln. In den vergangenen Monaten musste Biden sich allerdings außen- und sicherheitspolitisch auf Russland und dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine konzentrieren.

Die Asien-Reise erfolgt auch in einer Zeit zunehmender Spannungen mit Nordkorea. Bidens Besuch auf der koreanischen Halbinsel wird von der Befürchtung überschattet, dass die Regierung in Pjöngjang erneut eine Atomwaffe testen oder einen Raketentest vornehmen könnte. Bidens Nationaler Sicherheitsberater Jake Sullivan sagte, es gebe das "echte Risiko irgendeiner Provokation".

Die USA warnen schon seit Wochen, Nordkorea könne bald erstmals seit 2017 wieder einen Atomwaffentest vornehmen. Das international weitgehend isolierte und mit harten Sanktionen belegte Land hatte in den vergangenen Monaten eine Reihe von Raketentests ausgeführt. Derzeit kämpft es allerdings mit einem heftigen Corona-Ausbruch.

Biden will in Südkorea die rund 30.000 dort stationierten US-Soldaten besuchen, bevor er am Sonntag weiter nach Japan fliegt. Dort stehen Treffen mit der Staatsspitze sowie eine Zusammenkunft der Quad-Allianz aus Australien, Indien, Japan und den USA auf dem Programm.

Letztlich drehe sich Bidens Reise um China, sagte die Politikwissenschaftlerin Katharine Moon von der US-Universität Wellesley College. "Sie ist ein Versuch, die wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Beziehungen mit der Asien-Pazifik-Region zu stärken und Chinas wachsenden Einfluss zu blockieren."

Biden legt bei der Reise auch ein großes Gewicht auf technologische Themen - wie er mit seinem Besuch der Samsung-Halbleiterfabrik zeigte. Die Halbleiter seien ein "Wunder der Innovation" und zentral für die Weltwirtschaft, sagte der US-Präsident. Ein Halbleitermangel infolge der Corona-Pandemie hatte zahlreiche Volkswirtschaften schwer getroffen.

Der südkoreanische Präsident Yoon sagte, Bidens Besuch könne beiden Ländern helfen, ein "wirtschaftliches und sicherheitspolitisches Bündnis auf Grundlager fortgeschrittener Technologie und Zusammenarbeit bei den Lieferketten" zu schmieden.

S.Urciuoli--PV

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