Pallade Veneta - Unternehmenschef entschuldigt sich wegen Babymilch-Versorgungsengpässen in den USA

Unternehmenschef entschuldigt sich wegen Babymilch-Versorgungsengpässen in den USA


Unternehmenschef entschuldigt sich wegen Babymilch-Versorgungsengpässen in den USA
Unternehmenschef entschuldigt sich wegen Babymilch-Versorgungsengpässen in den USA / Foto: Jim WATSON - AFP/Archiv

Wegen der Versorgungsengpässe bei Baby-Milchpulver in den USA hat sich nun der Chef des Herstellers Abbott persönlich bei den betroffenen Familien entschuldigt. "Es tut uns um jede Familie leid, die wir im Stich gelassen haben dadurch, dass unsere freiwillige Rückrufaktion die Babymilch-Engpässe unseres Landes verstärkt hat", erklärte Unternehmenschef Robert Ford in einem Beitrag, den die "Washington Post" am Samstag veröffentlichte.

Textgröße ändern:

Abbott hatte im Februar nach dem Tod von zwei Babys eine Milchpulver-Fabrik im Bundesstaat Michigan geschlossen und einen freiwilligen Rückruf der dort produzierten Babymilch gestartet. Der Verdacht, dass die Todesfälle auf belastete Babymilch zurückzuführen sind, erhärtete sich zwar nicht. Die US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) entdeckte nach Angaben von Abbott aber gewisse Unregelmäßigkeiten an dem Standort Sturgis.

"Das ist tragisch und herzzereißend", schrieb Abbott-Chef Ford nun dazu. Sein Unternehmen werde einen mit fünf Millionen Dollar (4,73 Millionen Euro) ausgestatteten Fonds einrichten für Familien, deren Babys nach Verzehr der zurückgerufenen Milch ins Krankenhaus mussten.

Der Mangel an Babymilch in den USA war ursprünglich durch Lieferkettenprobleme und den Ausfall von Arbeitskräften wegen der Corona-Pandemie entstanden. Die Probleme bei Abbott verschärften das Problem weiter.

Das Unternehmen will laut Ford nun "ernsthafte Schritte" ergreifen, um die Engpässe zu verringern. So würden Produktionsanlagen für andere Lebensmittel vorübergehend für Babymilch genutzt. Außerdem importiere Abbott Babymilch aus seiner Fabrik in Irland in die USA. Ford kündigte überdies "bedeutende Investitionen" an, "um sicherzustellen, dass das nie wieder passiert".

Auch die US-Regierung wird wegen der Versorgungsengpässe aktiv. Das Weiße Haus verwies etwa auf ein Gesetz, wonach Herstellern von Babymilch Priorität bei der Belieferung mit Rohstoffen eingeräumt werden kann. Außerdem soll mit von der Armee gecharterten kommerziellen Flugzeugen Babymilch aus dem Ausland eingeflogen werden. Der erste derartige Flug sollte am Wochenende 132 Paletten Babymilch aus Deutschland nach Indianapolis bringen.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Nach Scheitern von Wohnungsgesetz in Spanien: Zehntausende demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum

Nach dem Nein des spanischen Parlaments zu einem Regulierungspaket gegen die Wohnungsnot haben am Samstag erneut zehntausende Menschen im Land für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. In Madrid zogen mehrere Demonstrationszüge durch das Stadtzentrum. Auf einem großen Transparent stand "Auf zum Generalstreik". Nach Behördenangaben beteiligten sich alleine in der Hauptstadt 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000.

Trump lobt Freigabe europäischer Ölreserven - Keine Drohung mit Diesel-Exportstopp mehr

US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung der europäischen G7-Staaten zur Freigabe der Ölreserven gelobt - seine Drohung mit einem Diesel-Exportstopp der USA zog er zurück. "Was Europa gemacht hat, war wirklich eine großartige Sache", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) auf die Frage eines AFP-Journalisten. Ein Exportstopp habe auch nie "wirklich auf dem Tisch gelegen". In Deutschland kritisierten die Grünen die Freigabe als "politische Dummheit".

Grüne kritisieren Freigabe von Ölreserven als "politische Dummheit"

Die Grünen haben die Entscheidung der G7-Staaten zur Freigabe von Öl und Diesel aus ihren nationalen Reserven scharf kritisiert. "Die Freigabe ist ein Fehler, schlimmer noch: eine politische Dummheit", sagte der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Die Reserven sind für echte Notfälle da und nicht für einen amerikanischen Präsidenten, dem im Wahlkampf die Felle davonschwimmen."

Argentinien bietet Ausländern im Gegenzug für Investitionen Staatsbürgerschaft an

Argentinien will ab Ende des Jahres Ausländern, die mindestens 350.000 Dollar (rund 311.000 Euro) in dem Land investieren, die argentinische Staatsbürgerschaft anbieten. Das Programm zum Erwerb der Staatsbürgerschaft im Gegenzug für eine "Investition" sieht "zwei einfache und transparente Mechanismen" vor, wie die Regierung des ultrarechten Präsidenten Javier Milei am Samstag mitteilte.

Textgröße ändern: