Pallade Veneta - Bericht: FDP lehnt höhere Steuern auf tierische Lebensmittel für mehr Tierwohl ab

Bericht: FDP lehnt höhere Steuern auf tierische Lebensmittel für mehr Tierwohl ab


Bericht: FDP lehnt höhere Steuern auf tierische Lebensmittel für mehr Tierwohl ab
Bericht: FDP lehnt höhere Steuern auf tierische Lebensmittel für mehr Tierwohl ab / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Die FDP lehnt höhere Steuern und Abgaben auf Lebensmittel tierischen Ursprungs für mehr Tierwohl ab. "Wer deutsches Fleisch zusätzlich verteuert, treibt die Verbraucher dazu, billigeres ausländisches Fleisch zu kaufen", sagte der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Gero Hocker, dem "Tagesspiegel" (Donnerstagsausgabe). Auch der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) warnte, dass Verbraucher weiterhin in der Lage sein müssten, ihre Grundversorgung zu sichern.

Textgröße ändern:

Im Vorjahresvergleich seien die Preise für Fleisch und Fleischwaren im April bereits um fast zwölf Prozent gestiegen. Insbesondere Menschen mit geringem Einkommen müssten sich aber auch in Zukunft Lebensmittel tierischen Ursprungs leisten können, forderte der BVLH im "Tagesspiegel".

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) plant die Einführung eines verpflichtenden Tierwohl-Siegels. Dieses soll noch im Sommer vorgestellt und im kommenden Jahr eingeführt werden, zunächst beim Schweinefleisch. Für die Unterstützung von Landwirten beim Umbau ihrer Ställe stehen laut Özdemir zunächst eine Milliarde Euro zur Verfügung. Zusätzliche Mittel seien jedoch notwendig, das Fleisch müsse deshalb auch für Verbraucher teurer werden.

Der Deutsche Bauernverband forderte indes eine deutliche Steigerung der Lebensmittelpreise, um die steigenden Erzeugerkosten für Landwirte zu decken. "Wir brauchen zwingend höhere Verkaufserlöse um überhaupt weiter wirtschaften zu können", sagte Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied der "Augsburger Allgemeinen". Die massiven Kostensteigerungen müssten auch an die Verbraucher weitergegeben werden.

"Bereits vor Ausbruch des Krieges waren die Kosten für uns Landwirte inflationsbedingt hoch", sagte Rukwied weiter. Der Krieg habe die Preise für Diesel, Dünger und Futtermittel zusätzlich nach oben getrieben. Die bisherige Preissteigerungen bei den Lebensmitteln würden durch diese Mehrkosten "regelrecht aufgefressen".

Insbesondere die Schweinehaltung sei von den hohen Preisen betroffen. "Zwischen 2010 und 2021 haben wir etwa die Hälfte aller schweinhaltenden Betriebe in Deutschland verloren", erklärte Rukwied. Bereits die Corona-Pandemie habe viele Betriebe hart getroffen, die hohen Kosten und die zu geringen Erzeugerpreise brächten viele Betriebe in Bedrängnis. Eine Folge sei, dass die Schweinehaltung zunehmend ins Ausland verlagert werde.

R.Zaccone--PV

Empfohlen

Ab November "dauerhaft": Deutsche Bahn verlängert für Ferien eingeführtes Familienticket

Das zunächst nur für einen begrenzten Zeitraum im Sommer eingeführte Familienticket der Deutschen Bahn soll ab November dauerhaft angeboten werden. "Wir haben uns entschieden, das Familienticket, das wir zunächst zeitweise für die Sommerferien eingeführt hatten, dauerhaft ins Sortiment aufzunehmen", sagte Bahn-Chefin Evelyn Palla der "Bild am Sonntag". Eine Hin- und Rückfahrt für Familien kostet in dem Tarif 99,99 Euro inklusive ICE-Reservierung.

Nach Scheitern von Wohnungsgesetz in Spanien: Zehntausende demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum

Nach dem Nein des spanischen Parlaments zu einem Regulierungspaket gegen die Wohnungsnot haben am Samstag erneut zehntausende Menschen im Land für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. In Madrid zogen mehrere Demonstrationszüge durch das Stadtzentrum. Auf einem großen Transparent stand "Auf zum Generalstreik". Nach Behördenangaben beteiligten sich alleine in der Hauptstadt 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000.

Trump lobt Freigabe europäischer Ölreserven - Keine Drohung mit Diesel-Exportstopp mehr

US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung der europäischen G7-Staaten zur Freigabe der Ölreserven gelobt - seine Drohung mit einem Diesel-Exportstopp der USA zog er zurück. "Was Europa gemacht hat, war wirklich eine großartige Sache", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) auf die Frage eines AFP-Journalisten. Ein Exportstopp habe auch nie "wirklich auf dem Tisch gelegen". In Deutschland kritisierten die Grünen die Freigabe als "politische Dummheit".

Grüne kritisieren Freigabe von Ölreserven als "politische Dummheit"

Die Grünen haben die Entscheidung der G7-Staaten zur Freigabe von Öl und Diesel aus ihren nationalen Reserven scharf kritisiert. "Die Freigabe ist ein Fehler, schlimmer noch: eine politische Dummheit", sagte der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Die Reserven sind für echte Notfälle da und nicht für einen amerikanischen Präsidenten, dem im Wahlkampf die Felle davonschwimmen."

Textgröße ändern: