Pallade Veneta - Studie: Deutsche Wirtschaft bei wichtigen Rohstoffen stark abhängig von China

Studie: Deutsche Wirtschaft bei wichtigen Rohstoffen stark abhängig von China


Studie: Deutsche Wirtschaft bei wichtigen Rohstoffen stark abhängig von China
Studie: Deutsche Wirtschaft bei wichtigen Rohstoffen stark abhängig von China / Foto: Philippe Desmazes - AFP

Die deutsche Wirtschaft ist einer Studie zufolge bei bestimmten Rohstoffen überdurchschnittlich stark von China abhängig. Bei Magnesium etwa beträgt der Anteil der chinesischen Importe über 50 Prozent, bei Seltenen Erden 45 Prozent, wie aus einer am Samstag veröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervorgeht. Das Institut warnte: "Auf dem Weg zur Unabhängigkeit von russischen Energieträgern könnte Deutschland sich in neue Abhängigkeiten zu China begeben."

Textgröße ändern:

Die Volksrepublik ist demnach der weltweit größte Magnesium-Exporteur; Magnesiummetall und Legierungen werden u.a. für den Flugzeug-, Fahrzeug- und Maschinenbau oder auch in der chemischen Industrie und Düngemittelherstellung verwendet. Besonders wichtig für die Produktion von Zukunftstechnologien wie Elektromotoren sind Rohstoffe, die unter die Kategorie der Seltenen Erden fallen. China ist der Hauptproduzent weltweit.

"Und die Abhängigkeit von China ist noch größer als sie auf den ersten Blick erscheint", heißt es in der Studie weiter: Der Anteil der Rohstoff-Weiterverarbeitung von China liege bei Lithium und Kobalt zwischen 50 und 70 Prozent und bei Seltenen Erden bei fast 90 Prozent.

Eine Analyse der EU-Kommission von 2020 zeigt laut Studie außerdem, dass im strategisch wichtigen Sektor Erneuerbare Energien die Abhängigkeit von China sehr hoch ist. So würden 65 Prozent der Rohstoffe für Elektromotoren aus China importiert, bei Windturbinen und Photovoltaikanlagen sei das Land mit über 50 Prozent Anteil führend bei den Rohstoffzulieferungen.

Zwischen Europa und China hätten sich in den letzten Jahren zwar ausgewogene Handelsbeziehungen eingestellt, so die Studie. Deutschland sei von chinesischen Vorleistungen aber stärker abhängig als andersherum. Auch der Absatzmarkt China spiele eine bedeutsame Rolle für unser Land.

E.Magrini--PV

Empfohlen

Ab November "dauerhaft": Deutsche Bahn verlängert für Ferien eingeführtes Familienticket

Das zunächst nur für einen begrenzten Zeitraum im Sommer eingeführte Familienticket der Deutschen Bahn soll ab November dauerhaft angeboten werden. "Wir haben uns entschieden, das Familienticket, das wir zunächst zeitweise für die Sommerferien eingeführt hatten, dauerhaft ins Sortiment aufzunehmen", sagte Bahn-Chefin Evelyn Palla der "Bild am Sonntag". Eine Hin- und Rückfahrt für Familien kostet in dem Tarif 99,99 Euro inklusive ICE-Reservierung.

Nach Scheitern von Wohnungsgesetz in Spanien: Zehntausende demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum

Nach dem Nein des spanischen Parlaments zu einem Regulierungspaket gegen die Wohnungsnot haben am Samstag erneut zehntausende Menschen im Land für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. In Madrid zogen mehrere Demonstrationszüge durch das Stadtzentrum. Auf einem großen Transparent stand "Auf zum Generalstreik". Nach Behördenangaben beteiligten sich alleine in der Hauptstadt 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000.

Trump lobt Freigabe europäischer Ölreserven - Keine Drohung mit Diesel-Exportstopp mehr

US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung der europäischen G7-Staaten zur Freigabe der Ölreserven gelobt - seine Drohung mit einem Diesel-Exportstopp der USA zog er zurück. "Was Europa gemacht hat, war wirklich eine großartige Sache", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) auf die Frage eines AFP-Journalisten. Ein Exportstopp habe auch nie "wirklich auf dem Tisch gelegen". In Deutschland kritisierten die Grünen die Freigabe als "politische Dummheit".

Grüne kritisieren Freigabe von Ölreserven als "politische Dummheit"

Die Grünen haben die Entscheidung der G7-Staaten zur Freigabe von Öl und Diesel aus ihren nationalen Reserven scharf kritisiert. "Die Freigabe ist ein Fehler, schlimmer noch: eine politische Dummheit", sagte der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Die Reserven sind für echte Notfälle da und nicht für einen amerikanischen Präsidenten, dem im Wahlkampf die Felle davonschwimmen."

Textgröße ändern: