Pallade Veneta - Börsen in Europa öffnen nach Trumps Zollankündigung mit deutlichen Verlusten

Börsen in Europa öffnen nach Trumps Zollankündigung mit deutlichen Verlusten


Börsen in Europa öffnen nach Trumps Zollankündigung mit deutlichen Verlusten
Börsen in Europa öffnen nach Trumps Zollankündigung mit deutlichen Verlusten / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Die europäischen Aktienmärkte sind nach der jüngsten Ankündigung massiver Zollerhöhungen durch US-Präsident Donald Trump zu Handelsbeginn am Donnerstag eingebrochen. Am deutlichsten sackte mit Minus 2,2 Prozent der deutsche Leitindex Dax an der Frankfurter Börse ab. Der französische CAC 40 verzeichnete Verluste von 2,0 Prozent und der Londoner FTSE 100 verlor 1,2 Prozent. Auch andere europäische Börsen starteten mit einem Minus in den Handelstag.

Textgröße ändern:

Trump hatte am Mittwoch neue Zölle für Handelspartner weltweit verhängt, die in den kommenden Tagen in Kraft treten sollen. Importe aus der Europäischen Union werden demnach mit Aufschlägen von 20 Prozent belegt, solche aus China sogar mit einem Zoll von 34 Prozent. Als "Mindestsatz" für andere Länder nannte der US-Präsident zehn Prozent. Dieser Satz gilt unter anderem für Großbritannien, die nicht Teil der EU sind.

Die Börse in New York schloss vor Trumps Ankündigung am Mittwoch nach einigem Auf und Ab noch im Plus. Der Kurs des US-Dollars gab während Trumps Ansprache gegenüber dem Euro zunächst nach, erholte sich dann aber wieder. Das als krisensicher geltende Gold erreichte einen neuen Höchstwert.

Der japanische Leitindex Nikkei fiel am Donnerstag im frühen Handel deutlich um 3,4 Prozent und auch der breiter gefasste Topix-Index sackte ab. Der Aktienmarkt in Hanoi brach um fünf Prozent ein, nachdem Trump Vietnam mit besonders heftigen Zollaufschlägen von 46 Prozent belegt hatte. Auch die Börsen in Hong Kong und Australien starteten mit Verlusten in den Handelstag.

Seit seiner Amtseinführung im Januar hat Trump bereits zahlreiche Zölle verhängt oder angekündigt. So treten am Donnerstag auch pauschale US-Zölle auf Auto-Importe in Höhe von 25 Prozent in Kraft.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

So viele Anträge wie nie bei der Schlichtungsstelle Reise & Verkehr

Bei der Schlichtungsstelle Reise & Verkehr sind im ersten Halbjahr so viele Beschwerden über Verspätungen und Ausfälle von Flug- und Bahnreisen eingegangen wie noch nie: In den sechs Monaten bis Ende Juni erreichten rund 29.000 Schlichtungsanträge die Stelle - das sei ein bisheriger Höchststand, teilte sie am Samstag mit. Vier von fünf Anträge auf Schlichtung betreffen Flüge.

Behörde: Mehrere Gewässer in Norditalien in "kritischem Zustand"

Mehrere Gewässer in Norditalien befinden sich der Behörde des Flusses Po (ADBPO) zufolge aufgrund einer Dürre in einem "kritischen Zustand". "Der Würgegriff der Dürre zieht sich in Norditalien weiter zu", erklärte die ADBPO, die Italiens längsten Fluss überwacht, am Freitag in einer Stellungnahme. Die Wettervorhersage verheiße für die kommenden Tage nichts Gutes, erklärte die Behörde weiter.

Von der Leyen: Technische Probleme mit EU-Grenzkontrollen werden gelöst

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat eingeräumt, dass es im Zusammenhang mit den neuen automatisierten Grenzkontrollen der EU "noch viel zu tun" gibt. "Wir arbeiten mit den Mitgliedstaaten daran, dass diese technischen Probleme gelöst werden", versicherte sie am Freitag bei einer Pressekonferenz im irischen Cork. Die Kontrollen führen seit Ende vergangenen Jahres an europäischen Flughäfen zu langen Warteschlangen.

Beschäftigte protestieren gegen Sparpläne bei Mercedes-Benz

Gegen den Sparkurs bei Mercedes-Benz haben am Freitag tausende Beschäftigte protestiert. An den Kundgebungen an mehreren Standorten des Autobauers nahmen nach Angaben der IG Metall mehr als 33.000 Beschäftigte teil, nach Angaben von Mercedes waren es circa 16.000. Die Gewerkschaft kündigte ähnliche Proteste auch bei anderen Autoherstellern und Zulieferern in den kommenden Wochen an - etwa bei Volkswagen.

Textgröße ändern: