Pallade Veneta - Rita Süssmuth: Hälfte des Kabinetts muss mit Frauen besetzt werden

Rita Süssmuth: Hälfte des Kabinetts muss mit Frauen besetzt werden


Rita Süssmuth: Hälfte des Kabinetts muss mit Frauen besetzt werden
Rita Süssmuth: Hälfte des Kabinetts muss mit Frauen besetzt werden / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) hat gefordert, die Hälfte der künftigen Kabinettsposten mit Frauen zu besetzen. CDU-Chef Friedrich Merz strebe das Amt des Bundeskanzlers an "und geht davon aus, gewählt zu werden", sagte sie "Zeit Online" laut Meldung vom Sonntag. "Auch wir verbinden damit Erwartungen für unsere Beteiligung. Eine neue Regierung muss gerade auch Frauen in unterschiedlichen Funktionen sichtbar machen."

Textgröße ändern:

"Frauen müssen die Hälfte der wichtigen Ämter bekommen, auch im Bundeskabinett", fuhr Süssmuth fort. Den Frauen in der CDU seien 50 Prozent ab der Kreisebene für Mitte 2025 versprochen worden. "Die sehe ich nicht kommen", sagte die 88-Jährige weiter. Da müsse Verbindlichkeit geschaffen werden: "Sonst müssen wir für alles Gesetze haben – aber hier brauchen wir keine?" Frauen würden gebraucht.

Auch die Grünen im Bundestag erneuerten ihre Forderung nach einem paritätisch besetzten Kabinett. "Die Hälfte der Bevölkerung sind Frauen, und da Frauen mindestens genauso qualifiziert sind wie Männer, sollte auch die Hälfte der Bundesregierung aus Frauen bestehen", sagte Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Wochenende.

Merz hatte in der Vergangenheit etwa gesagt, mit einer verpflichtenden Geschlechterparität tue man "auch den Frauen keinen Gefallen". Diese Begründung sei merkwürdig, sagte Dröge. "Ich finde das respektlos."

M.Romero--PV

Empfohlen

So viele Anträge wie nie bei der Schlichtungsstelle Reise & Verkehr

Bei der Schlichtungsstelle Reise & Verkehr sind im ersten Halbjahr so viele Beschwerden über Verspätungen und Ausfälle von Flug- und Bahnreisen eingegangen wie noch nie: In den sechs Monaten bis Ende Juni erreichten rund 29.000 Schlichtungsanträge die Stelle - das sei ein bisheriger Höchststand, teilte sie am Samstag mit. Vier von fünf Anträge auf Schlichtung betreffen Flüge.

Behörde: Mehrere Gewässer in Norditalien in "kritischem Zustand"

Mehrere Gewässer in Norditalien befinden sich der Behörde des Flusses Po (ADBPO) zufolge aufgrund einer Dürre in einem "kritischen Zustand". "Der Würgegriff der Dürre zieht sich in Norditalien weiter zu", erklärte die ADBPO, die Italiens längsten Fluss überwacht, am Freitag in einer Stellungnahme. Die Wettervorhersage verheiße für die kommenden Tage nichts Gutes, erklärte die Behörde weiter.

Von der Leyen: Technische Probleme mit EU-Grenzkontrollen werden gelöst

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat eingeräumt, dass es im Zusammenhang mit den neuen automatisierten Grenzkontrollen der EU "noch viel zu tun" gibt. "Wir arbeiten mit den Mitgliedstaaten daran, dass diese technischen Probleme gelöst werden", versicherte sie am Freitag bei einer Pressekonferenz im irischen Cork. Die Kontrollen führen seit Ende vergangenen Jahres an europäischen Flughäfen zu langen Warteschlangen.

Beschäftigte protestieren gegen Sparpläne bei Mercedes-Benz

Gegen den Sparkurs bei Mercedes-Benz haben am Freitag tausende Beschäftigte protestiert. An den Kundgebungen an mehreren Standorten des Autobauers nahmen nach Angaben der IG Metall mehr als 33.000 Beschäftigte teil, nach Angaben von Mercedes waren es circa 16.000. Die Gewerkschaft kündigte ähnliche Proteste auch bei anderen Autoherstellern und Zulieferern in den kommenden Wochen an - etwa bei Volkswagen.

Textgröße ändern: