Pallade Veneta - US-Auto-Gewerkschaft lobt Zölle - dennoch scharfe Kritik an Trump

US-Auto-Gewerkschaft lobt Zölle - dennoch scharfe Kritik an Trump


US-Auto-Gewerkschaft lobt Zölle - dennoch scharfe Kritik an Trump
US-Auto-Gewerkschaft lobt Zölle - dennoch scharfe Kritik an Trump / Foto: SCOTT OLSON - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Der Vorsitzende der US-Auto-Gewerkschaft UAW, Shawn Fain, hat Zölle als grundsätzlich richtiges Mittel gegen bestimmte Probleme der Industrie gelobt. Aufschläge auf Importe seien geeignet, um die "Katastrophe des Freihandels" anzugehen, sagte Fain am Donnerstag. US-Präsident Donald Trump warf er jedoch vor, Zölle für "politische Spielchen" zu missbrauchen und Chaos zu stiften.

Textgröße ändern:

"Wir unterstützen eine gewisse Anwendung von Zöllen auf die Autoindustrie und andere ähnliche Branchen", sagte der UAW-Chef. "Was wir nicht unterstützen, ist die Verwendung von Zöllen für politische Spielchen bei Themen wie Einwanderung oder Fentanyl." Auch "rücksichtslose, chaotische Zölle gegen alle Länder zu verrückten Sätzen" lehne seine Gewerkschaft ab.

Trump hatte zu Beginn seiner Amtszeit Zölle gegen die US-Nachbarstaaten Kanada und Mexiko sowie China verhängt, weil er diesen Ländern vorwirft, nicht genug gegen die illegale Immigration und den Drogenschmuggel in die USA zu unternehmen. Die nordamerikanische Autoindustrie ist dank jahrzehntealter Freihandelsregelungen stark grenzübergreifend organisiert, die Produktion und die Lieferketten vieler Unternehmen erstrecken sich über Mexiko, die USA und Kanada.

Die Zölle gegen die Freihandelspartner Mexiko und Kanada setzte Trump weitgehend wieder aus. Dafür belegte er die Importe von Stahl- und Aluminiumprodukten sowie von Autos und Autoteilen mit einem allgemeinen Zollsatz von 25 Prozent. Fain bezeichnete die Autozölle als Mittel, um den "Wettlauf nach unten" in der Autoindustrie zu beenden.

Die drei großen Autohersteller in den USA, General Motors, Ford und Stellantis, könnten 50.000 neue Arbeitsplätze schaffen, wenn sie bestehende US-Fabriken mit voller Kapazität betrieben, anstatt die Produktion nach Mexiko zu verlagern, führte Fain aus. In dieser Hinsicht sei die Trump Regierung die erste, "die bereit ist, etwas gegen dieses kaputte Freihandelssystem zu unternehmen".

In der vergangenen Woche verhängte Trump zudem Zölle in Höhe von zehn Prozent auf nahezu alle Produkte aus nahezu allen Ländern. Eine ganze Reihe von Staaten sollten ab Mittwoch zudem mit teils sehr höheren weiteren Zöllen belegt werden. Hier ruderte Trump jedoch wieder zurück, es blieb zunächst bei zehn Prozent für alle. Nur China belegte er mit Zöllen, die sich mittlerweile auf 145 Prozent summieren.

G.Riotto--PV

Empfohlen

Behörde: Mehrere Gewässer in Norditalien in "kritischem Zustand"

Mehrere Gewässer in Norditalien befinden sich der Behörde des Flusses Po (ADBPO) zufolge aufgrund einer Dürre in einem "kritischen Zustand". "Der Würgegriff der Dürre zieht sich in Norditalien weiter zu", erklärte die ADBPO, die Italiens längsten Fluss überwacht, am Freitag in einer Stellungnahme. Die Wettervorhersage verheiße für die kommenden Tage nichts Gutes, erklärte die Behörde weiter.

Von der Leyen: Technische Probleme mit EU-Grenzkontrollen werden gelöst

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat eingeräumt, dass es im Zusammenhang mit den neuen automatisierten Grenzkontrollen der EU "noch viel zu tun" gibt. "Wir arbeiten mit den Mitgliedstaaten daran, dass diese technischen Probleme gelöst werden", versicherte sie am Freitag bei einer Pressekonferenz im irischen Cork. Die Kontrollen führen seit Ende vergangenen Jahres an europäischen Flughäfen zu langen Warteschlangen.

Beschäftigte protestieren gegen Sparpläne bei Mercedes-Benz

Gegen den Sparkurs bei Mercedes-Benz haben am Freitag tausende Beschäftigte protestiert. An den Kundgebungen an mehreren Standorten des Autobauers nahmen nach Angaben der IG Metall mehr als 33.000 Beschäftigte teil, nach Angaben von Mercedes waren es circa 16.000. Die Gewerkschaft kündigte ähnliche Proteste auch bei anderen Autoherstellern und Zulieferern in den kommenden Wochen an - etwa bei Volkswagen.

Kundgebungen gegen Sparpläne bei Mercedes: 33.000 Teilnehmer laut IG Metall

Mehr als 33.000 Beschäftigte von Mercedes-Benz haben nach Gewerkschaftsangaben am Freitag gegen die aktuellen Sparpläne des Konzerns protestiert. Aktionen fanden an allen Mercedes-Benz-Standorten statt, teilte die IG Metall mit. In den kommenden Wochen seien ähnliche Proteste auch bei anderen Autoherstellern und Zulieferern geplant - etwa bei Volkswagen.

Textgröße ändern: