Pallade Veneta - Studie: Europäische Anleger investieren wegen US-Zollpolitik vermehrt in Europa

Studie: Europäische Anleger investieren wegen US-Zollpolitik vermehrt in Europa


Studie: Europäische Anleger investieren wegen US-Zollpolitik vermehrt in Europa
Studie: Europäische Anleger investieren wegen US-Zollpolitik vermehrt in Europa / Foto: TIMOTHY A. CLARY - AFP

Europäische Anlegerinnen und Anleger investieren einer Untersuchung zufolge wegen der US-Zollpolitik vermehrt in europäische Aktien und vermeiden US-Werte. Wie die Vermögensverwaltung Amundi am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte, flossen im ersten Quartal dieses Jahres 26,7 Milliarden Euro europäischer Anleger in europäische Aktien-ETF, während in US-Pendants im gleichen Zeitraum nur 9,0 Milliarden Euro investiert wurden.

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Das stehe in "klarem Gegensatz" zu den ersten drei Monaten des Vorjahres, erklärte Amundi. Im ersten Quartal 2024 hatten europäische Anleger demnach 12,7 Milliarden Euro in US-Aktien-ETF und lediglich 2,5 Milliarden Euro in europäische investiert.

ETF bedeutet Exchange Traded Fund. Diese Indexfonds bilden Indizes nach, also etwa Unternehmen aus bestimmten Branchen oder Regionen, und folgen deren Wertentwicklung. Der Vorteil gegenüber einzelnen Aktien ist, dass in mehrere Firmen und Märkte investiert wird. Es wird also breiter gestreut.

"Offenbar suchten Anleger wegen der erratischen US-Zollpolitik nach Anlagemöglichkeiten außerhalb der USA", erklärte Amundi. Einfluss hatte demnach auch die Ankündigung der europäischen Länder, mehr für die Verteidigung auszugeben. Deutschland brachte zudem ein Sondervermögen für die Infrastruktur auf den Weg.

Neben den hohen Zuflüssen für europäische ETF, gab es laut Amundi weiterhin deutliche Zuwächse bei Indizes auf Industrieländer (plus 17,5 Milliarden Euro) und Indizes, die viele Länder der Welt umfassen, sogenannte All-Country-Indizes (plus zehn Milliarden Euro). Auch ETF auf Gold verzeichneten im März deutliche Zuwächse.

E.M.Filippelli--PV

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