Pallade Veneta - Weitere US-Ausfuhrbeschränkungen nach China für Chip-Entwickler Nvidia

Weitere US-Ausfuhrbeschränkungen nach China für Chip-Entwickler Nvidia


Weitere US-Ausfuhrbeschränkungen nach China für Chip-Entwickler Nvidia
Weitere US-Ausfuhrbeschränkungen nach China für Chip-Entwickler Nvidia / Foto: I-Hwa CHENG - AFP/Archiv

Der Chip-Entwickler Nvidia ist von weiteren US-Ausfuhrbeschränkungen bei Lieferungen nach China betroffen. Die US-Regierung habe dem Konzern in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass weitere seiner Halbleiter künftig eine Ausfuhrgenehmigung benötigen, heißt es in am Dienstag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Unterlagen. Demnach schlägt sich dies mit Belastungen in Höhe von 5,5 Milliarden Dollar in Nvidias Geschäftsbericht für das erste Quartal nieder.

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Bereits die Regierung von Präsident Joe Biden hatte die Ausfuhren besonders moderner und leistungsfähiger Chips nach China begrenzt. Washington versucht auf diese Weise, seinen Vorsprung in diesem Sektor zu halten und Peking daran zu hindern, bestimmte militärische Anwendungen zu entwickeln.

Nvidia entwickelte daraufhin das Chip-Modell H20 speziell für den chinesischen Markt. Es ähnelt den Hochleistungschips für KI-Entwicklung der Reihen H100 und H200, ist aber weniger leistungsfähig. Auch für H20-Halbleiter ist nun künftig jedoch eine Ausfuhrgenehmigung nötig, wie Nvidia erklärte. Das erste Quartal in seinem Geschäftsjahr umfasst die Monate Februar bis April.

Nvidia war ursprünglich vor allem für Grafikkartenchips bekannt. Im Zuge des KI-Booms in den vergangenen Jahren hatte der US-Konzern einen steilen Aufstieg hingelegt, weil seine hochleistungsfähigen Chips auch in der Entwicklung Künstlicher Intelligenz Anwendung finden können.

Ende Januar hatte dann die Vorstellung des chinesischen KI-Programms Deepseek den Aktienkurs von Nvidia zum Einstürzen gebracht. Deepseek wurde nach Angaben seiner Entwickler wegen der US-Beschränkungen mit deutlich geringeren Investitionen und weniger leistungsfähigen Chips entwickelt, ist jedoch vergleichbar mit US-Programmen wie ChatGPT.

Auch die erratische Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump macht dem Unternehmen zu schaffen. Nvidia ist bei der Herstellung von Halbleitern auf Zulieferer und damit auf Fabriken in Asien, insbesondere in Taiwan und China, angewiesen. Halbleiter sind von Trumps massiven Zöllen bislang weitgehend ausgenommen, das könnte sich jedoch bald ändern. Der US-Präsident hat für diese Woche neue Aufschläge in Aussicht gestellt.

Die taiwanischen Chip Hersteller TSMC, Foxconn und Wistron haben versprochen, ihre Produktion in den USA hochfahren, und wollen in den kommenden Jahr neue Spezialfabriken dafür bauen.

A.Graziadei--PV

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