Pallade Veneta - US-Zölle: Pharmaunternehmen Astrazeneca verlegt Produktion in die USA

US-Zölle: Pharmaunternehmen Astrazeneca verlegt Produktion in die USA


US-Zölle: Pharmaunternehmen Astrazeneca verlegt Produktion in die USA
US-Zölle: Pharmaunternehmen Astrazeneca verlegt Produktion in die USA / Foto: Jonathan NACKSTRAND - AFP/Archiv

Vor dem Hintergrund drohender US-Zölle hat der britische Pharmariese Astrazeneca den Beginn der Verlegung von Teilen seiner Produktion aus Europa in die USA verkündet. "Unser Unternehmen ist fest entschlossen, in den USA zu investieren und dort zu wachsen", erklärte Astrazeneca-Chef Pascal Soriot bei der Veröffentlichung der Geschäftsergebnisse am Dienstag. Bisher sind Pharmaprodukte von US-Zöllen ausgenommen, Präsident Donald Trump öffnete die Tür für mögliche Abgaben aber Anfang April.

Textgröße ändern:

Sollten Zölle auf Medikamente und andere pharmazeutische Produkte greifen, würde das Exporte von Astrazeneca aus Europa in die USA verteuern. Wegen der bereits laufenden Verlagerungen der Produktion wären die Auswirkungen laut Soriot aber begrenzt.

Die USA sind ein wichtiger Markt für Astrazeneca. Bis Ende 2026 will das Unternehmen 3,5 Milliarden Dollar in das Land investieren. Er hoffe, dass die USA bis 2030 etwa die Hälfte des weltweiten Umsatzes ausmachen, erklärte Soriot Anfang des Jahres.

Auch andere Pharmakonzerne kündigten an, mehr in die USA zu investieren. Bisher sind Pharmaprodukte nicht direkt von der Zollpolitik Donald Trumps betroffen. Der US-Präsident drohte jedoch immer wieder mit Zöllen auch auf Medikamente und andere medizinische Produkte.

Astrazeneca meldete am Dienstag einen um 30 Prozent auf 2,92 Milliarden Dollar deutlich gestiegenen Gewinn im ersten Quartal. Seine langfristige Prognose von 80 Milliarden Dollar Jahresumsatz bis zum Ende des Jahrzehnts bestätigte das Unternehmen. Im ersten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen 42 Prozent seines Umsatzes in den USA und 20 Prozent in Europa. Dabei profitierte es von einem starken Wachstum bei Krebsmedikamenten und Biopharmazeutika.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Spahn verteidigt Attest-Pflicht - Klingbeil verspricht "vernünftige Regelung"

Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat die Koalitionsentscheidung zur Einführung einer verpflichtenden Krankschreibung verteidigt. Die Pflicht zur Vorlage eines Attests ab dem ersten Krankheitstag werde die Zahl der Krankmeldungen von Arbeitnehmerinnen und -nehmern reduzieren, sagte Spahn am Freitagmorgen im ZDF: "Wer tatsächlich vielleicht an dem jeweiligen Morgen nicht wirklich krank ist, aber noch überlegt, ob er hingehen sollte, der entscheidet sich dann im Zweifel vielleicht doch fürs Arbeiten."

Adoptionen in Deutschland sinken auf niedrigsten Stand seit Wiedervereinigung

Die Zahl der Adoptionen in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 3517 Kinder von Familien adoptiert und damit vier Prozent oder 145 weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Damit setzte sich der langfristige Rückgang fort.

Kanada startet neues Projekt für Öl-Pipeline Richtung Westküste

Kanada hat ein neues Pipeline-Projekt für den Transport von Öl aus Alberta an die Westküste des Landes gestartet. Das Vorhaben sei nun offiziell bei den Bundesbehörden eingereicht worden, sagte Premierminister Mark Carney am Donnerstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Regierungschefin von Alberta, Danielle Smith, in Calgary. Die westliche Provinz British Columbia hatte sich lange gegen das Projekt gewehrt, willigte nun jedoch ein.

KI-Boom treibt Marktwert: Wertvollste Unternehmen weltweit noch wertvoller

Die wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt haben ihren Marktwert im ersten Halbjahr weiter deutlich gesteigert. Zusammengenommen waren die 100 teuersten Unternehmen weltweit Ende Juni 61,9 Billionen Dollar wert - 18 Prozent mehr als zu Jahresbeginn, wie die Beratungsfirma EY am Freitag mitteilte. Besonders stark entwickelten sich erneut große US-Techkonzerne vor dem Hintergrund des KI-Booms.

Textgröße ändern: