Pallade Veneta - Unsicherheit durch US-Zollpolitik: Nachfrage nach Investitionen in Gold gestiegen

Unsicherheit durch US-Zollpolitik: Nachfrage nach Investitionen in Gold gestiegen


Unsicherheit durch US-Zollpolitik: Nachfrage nach Investitionen in Gold gestiegen
Unsicherheit durch US-Zollpolitik: Nachfrage nach Investitionen in Gold gestiegen / Foto: DAVID GRAY - AFP/Archiv

Wegen der US-Zollpolitik und dadurch schwankenden Börsen haben sich viele Anlegerinnen und Anleger entschieden, im ersten Quartal des laufenden Jahres in Gold zu investieren. Wie der Branchenverband Word Gold Council am Mittwoch mitteilte, stieg die Investmentnachfrage trotz des hohen Goldpreises gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 170 Prozent auf 552 Tonnen an. Die Gesamtnachfrage kletterte um ein Prozent auf 1206 Tonnen in den ersten drei Monaten 2025. Die höchste Nachfrage seit 2016.

Textgröße ändern:

Insbesondere ein Aufschwung bei Gold-ETFs führte zum deutlichen Anstieg bei den Investitionen. ETF bedeutet Exchange Traded Fund. Diese Indexfonds bilden Indizes nach. Im Fall von Gold handelt es sich um börsengehandelte Fonds, die in Gold investieren. Anlegerinnen und Anleger müssen damit nicht selbst physisches Metall kaufen und zu Hause lagern.

Die Anlagen in ETFs für Gold zogen laut World Gold Council weltweit an und beliefen sich auf insgesamt 226 Tonnen. Unsicherheiten über Handelszölle bewegten Aktionärinnen und Aktionäre dazu, Gold als "sicheren Hafen zu nutzen".

Auch die Nachfrage nach Barren und Münzen stieg von Januar bis März um drei Prozent auf 325 Tonnen an. Grund seien vor allem mehr Käufe in China, wo das zweithöchste Quartal der Geschichte erreicht wurde. In den USA ging die Nachfrage indes um 22 Prozent zurück, in Europa legte sie um 12 Tonnen zu, allerdings ausgehend von einem niedrigen Niveau im Vorjahresquartal.

Die Zentralbanken kauften 244 Tonnen Gold für ihre Reserven hinzu. Das war ein Rückgang von 21 Prozent im Jahresvergleich und zugleich das 16. Jahr in Folge mit Nettozukäufen.

Das Ende des Gold-Hypes ist nach Angaben des Branchenverbandes noch nicht erreicht. Die Weltwirtschaft bleibt unvorhersehbar und "diese Unsicherheit könnte Aufwärtspotenzial für Gold bieten", erklärte Louise Street, Analystin beim World Gold Council. Während dieser "turbulenten Zeiten" könne die Nachfrage weiter steigen.

Der Rekordpreis von Gold mit rund 3000 Dollar pro Unze trieben die Preise am Schmuckmarkt indes in die Höhe. Dort ließ die Nachfrage den Angaben zufolge nach und sank auf den niedrigsten Wert seit der Coronapandemie 2020.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

CDU-Spitze berät über Reformen und Umgang mit AfD

Die CDU-Spitze berät ab Sonntag in einer zweitägigen Klausurtagung unter anderem über das weitere Vorgehen bei den geplanten Sozialreformen. Zum Auftakt der Präsidiumsklausur im Berliner Konrad-Adenauer-Haus wird Generalsekretärin Franziska Hoppermann am Mittag (12.45 Uhr) ein Presse-Statement abgeben. Es wird erwartet, dass die Regierungspartei sich auch mit den jüngsten Wahlniederlagen auseinandersetzt.

Vier Tote durch Sturm "Isaias" in den USA - Freigabe strategischer Ölreserven

Die Zahl der Todesopfer durch den Sturm "Isaias" im Süden der USA ist auf vier gestiegen. Wie die Behörden der Bundesstaaten Florida und Alabama am Samstag (Ortszeit) mitteilten, starben zwei der Opfer durch auf Häuser gestürzte Bäume. Fast 600.000 Haushalte und Geschäfte im Süden der USA waren infolge des Sturms ohne Strom, wie die Website poweroutage.com auflistete.

Sánchez wirbt um "große progressive Mehrheit" für neue Wohnungspolitik in Spanien

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat bei seinem ersten Wahlkampfauftritt um eine breite Mehrheit im Parlament für eine neue Wohnungspolitik geworben. Mit einer "großen progressiven Mehrheit" könne das Parlament das von seiner linksgerichteten Regierung geplante Maßnahmenpaket gegen die Wohnungskrise umsetzen, sagte Sánchez am Samstag bei einem Auftritt in Dos Hermanas in der Nähe von Sevilla in Andalusien. Es gehe darum, "Kleinvermieter und Mieter vor der Immobilienspekulation zu schützen".

EU-Haushalt: Irland sieht Sparpotenzial von acht Prozent - Kritik von Merz

Einsparungen in dreistelliger Milliardenhöhe: Diesen Haushaltsvorschlag hat die irische EU-Ratspräsidentschaft am Samstag vorgelegt. Im Vergleich zum Haushaltsentwurf der EU-Kommission mit einem Gesamtvolumen von knapp zwei Billionen Euro für die Jahre 2028 bis 2034 sieht die Regierung in Dublin Sparpotenzial in Höhe von rund 140 Milliarden Euro oder acht Prozent. Während Deutschland und Schweden die Einsparungen als zu niedrig kritisierten, sehen andere Länder sie als zu weitgehend an.

Textgröße ändern: