Pallade Veneta - "Wagatha Christie": Millionenzahlung im Streit zwischen englischen Spielerfrauen

"Wagatha Christie": Millionenzahlung im Streit zwischen englischen Spielerfrauen


"Wagatha Christie": Millionenzahlung im Streit zwischen englischen Spielerfrauen
"Wagatha Christie": Millionenzahlung im Streit zwischen englischen Spielerfrauen / Foto: Daniel LEAL - AFP

Es ist eine Entscheidung, die den unter großer Aufmerksamkeit der englischen Boulevardpresse stattfindenden jahrelangen Gerichtsstreit zwischen zwei Spielerfrauen beenden soll: Rebekah Vardy, Ehefrau von Ex-Fußballnationalspielers Jamie Vardy, ist am Dienstag von einem Gericht zur Zahlung von 1,4 Millionen Pfund (1,65 Millionen Euro) an Coleen Rooney, Ehefrau des früheren Star-Angreifers Wayne Rooney, verpflichtet worden. "Ich meine es ernst, wenn ich sage, dass ich hoffe, dass dies das Ende eines langen und unglücklichen Weges ist", sagte Richter Mark Whalan.

Textgröße ändern:

Der Streit geht auf Posts von Coleen Rooney in den Onlinemedien von 2019 zurück. Sie warf darin ihrer einstigen Freundin Rebekah Vardy vor, private Informationen an die britische Klatschpresse weitergegeben zu haben. Vardy hatte Rooney daraufhin wegen Verleumdung verklagt und Schadenersatz gefordert, was ein Gericht im Juli 2022 abwies. Die Richterin stellte damals fest, dass die von Rooney gegen Vardy erhobenen Vorwürfe "im Wesentlichen" der Wahrheit entsprachen. Vardy wurde damals dazu verpflichtet, sich mit 1,5 Millionen Pfund an Rooneys Anwaltskosten zu beteiligen.

Vardy focht das Urteil jedoch an. Als das Verfahren am Dienstag vor dem High Court in London wieder aufgenommen werden sollte, teilten Vardys Anwälte mit, dass zu einer Zahlung von 1,2 Millionen Pfund an Rooney bereit sei. Richter Whalan nahm das Angebot an - entschied aber, dass Vardy 200.000 Pfund zusätzlich für weitere Kosten Rooneys zahlen müsse.

Die öffentlichkeitswirksame Saga war von der britischen Regenbogenpresse "Wagatha Christie" getauft worden - ein Wortspiel aus der Abkürzung "WaGs", des englischen Sammelbegriffs für Spielerfrauen (wives and girlfriends), sowie dem Namen der berühmten Krimi-Autorin Agatha Christie.

Denn Coleen Rooney hatte sich geradezu detektivisch betätigt, um die verdächtige Vardy zu überführen. Sie blockte 2019 auf ihrem Instagram-Konto alle Accounts bis auf jenen ihrer damaligen Freundin und postete mehrere erfundene Geschichten. Diese seien dann - über Vardy - in die Zeitung "The Sun" gelangt.

B.Cretella--PV

Empfohlen

Albanien: Schauspielerin will nicht als Modell für "KI-Ministerin" dienen

In Albanien geht die Schauspielerin Anila Bisha gegen die Nutzung ihres Gesichts für einen als "KI-Ministerin" bezeichneten Chatbot vor. Die im Land berühmte Bisha wirft der Regierung von Ministerpräsident Edi Rama vor, ihre Gesichtszüge für die "Diella" genannte digitale Figur in einem Ausmaß zu nutzen, dem sie nicht zugestimmt habe. Ihre Identität und ihre persönlichen Daten würden "ausgebeutet", sagte die 57-Jährige am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

Merz und Macron fordern bei Industriegipfel Wirtschaftsreformen

Vor einem EU-Gipfel am Donnerstag haben sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf wirtschaftspolitische Reformen eingeschworen - aber unterschiedliche Prioritäten gesetzt. Merz unterstrich bei einem Industrietreffen am Mittwoch im belgischen Antwerpen seine Forderung nach einer weitreichenden Abschaffung von Regeln für Unternehmen. Macron plädierte hingegen für einen Vorzug europäischer Firmen in Ausschreibungen und neue gemeinsame EU-Schulden.

Agrarminister Rainer sichert Milchbauern Unterstützung ohne Markteingriff zu

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hat den Milchbauern angesichts der stark gesunkenen Rohmilchpreise Unterstützung zugesichert, einen Markteingriff jedoch abgelehnt. "Für mich ist wichtig, dass die Politik nicht in den Markt eingreift, sondern die passenden Rahmenbedingungen für mehr unternehmerische Freiheit und Verlässlichkeit schafft", erklärte Rainer am Mittwoch. Bereits im Koalitionsvertrag sei zu diesem Zweck eine "Risikoausgleichsrücklage" als "wirtschaftliches Schutzpolster" der Betriebe vereinbart worden.

Tarifverhandlungen bei der Bahn: GDL droht mit Abbruch der Gespräche und Streiks

In den Tarifverhandlungen der Deutschen Bahn hat die Lokführergewerkschaft GDL den Ton verschärft und mit dem Abbruch der Gespräche und folglich Streiks gedroht. "Wir kommen nicht so richtig vorwärts", sagte GDL-Chef Mario Reiß am Mittwoch in Berlin. "Es besteht die Gefahr, dass wir den Tariftisch verlassen." Das erste Angebot der Bahn hatte er am Dienstag bereits als unzureichend abgelehnt.

Textgröße ändern: