Pallade Veneta - Zwei Euro pro Päckchen: Brüssel plant Gebühr auf Sendungen aus Nicht-EU-Ländern

Zwei Euro pro Päckchen: Brüssel plant Gebühr auf Sendungen aus Nicht-EU-Ländern


Zwei Euro pro Päckchen: Brüssel plant Gebühr auf Sendungen aus Nicht-EU-Ländern
Zwei Euro pro Päckchen: Brüssel plant Gebühr auf Sendungen aus Nicht-EU-Ländern / Foto: JADE GAO - AFP

Die Europäische Kommission plant eine Zusatzgebühr in Höhe von zwei Euro auf Päckchen aus Ländern außerhalb der EU. "Wir sprechen über zwei Euro pro Paket", sagte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic am Dienstag im Binnenmarktausschuss des Europaparlaments. Die Gebühr soll steigende Kosten beim Zoll wegen der großen Zahl von Bestellungen bei Billig-Onlinehändlern wie Shein oder Temu decken.

Textgröße ändern:

Die EU-Kommission hatte eine solche Gebühr erstmals im Februar ins Spiel gebracht. Nun will Brüssel nach Aussage des Handelskommissars eine Gebühr von zwei Euro auf Sendungen an private Haushalte vorschlagen. Für Päckchen an Warenhäuser soll demnach eine Abgabe von 50 Cent fällig werden.

Sefcovic betonte mit Blick auf Onlinehändler, die Gebühr solle "von der Plattform bezahlt werden", auf der Verbraucherinnen und Verbraucher bestellt hätten. Onlinehändler könnten die Gebühr aber an ihre Kundinnen und Kunden weitergeben, indem sie die Preise erhöhen.

Brüssel verweist auf Tests von Verbraucherorganisationen, nach denen mehr als 90 Prozent der Produkte von Plattformen wie Shein oder Temu nicht EU-rechtskonform sind und etwa giftige Chemikalien enthalten. Die Zollbehörden sollen Lieferungen in die EU nach Vorstellung der Kommission deshalb schärfer kontrollieren - das kostet Geld.

Handelskommissar Sefcovic rechnet damit, dass die Zahl der Päckchen aus Ländern außerhalb der EU weiter steigt. "Im letzten Jahr wurden 4,6 Milliarden Pakete in die Europäische Union eingeführt", sagte er am Dienstag im Europaparlament. "Alle Zahlen für die letzten Jahre, die wir uns angeschaut haben, bestätigen den Aufwärtstrend."

L.Barone--PV

Empfohlen

TÜV-Verband: Führerscheinprüfungen auf neuem Allzeithoch

Trotz der als zu hoch kritisierten Kosten für den Führerschein ist die Zahl der Fahrprüfungen in Deutschland auf einen neuen Rekord gestiegen. Über alle Klassen hinweg wurden im vergangenen Jahr laut einer am Mittwoch veröffentlichten Datenerhebung des TÜV-Verbands 2,04 Millionen Theorieprüfungen abgelegt und damit 1,6 Prozent oder rund 33.000 Prüfungen mehr als 2024. Zugleich wurden rund 1,89 Millionen Praxisprüfungen und damit etwa 90.000 mehr abgelegt als im Vorjahr (plus 4,9 Prozent).

So viele Übernachtungen wie nie: Tourismusbranche stellt erneut Rekord auf

Die allermeisten Gäste kommen aus dem Inland: Deutschlands Tourismusbranche hat im vergangenen Jahr erneut einen Rekord aufgestellt. Hotels, Pensionen und Campingplätze verzeichneten insgesamt 497,5 Millionen Übernachtungen und damit 0,3 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2024, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Dazu trugen auch die Zahlen zum Jahresende bei: Im Dezember verbuchten die Betriebe 32 Millionen Übernachtungen - so viele wie nie in einem Dezember.

Studie: Verheiratete Paare glücklicher als unverheiratete

Verheiratete Paare sind einer Studie zufolge glücklicher als unverheiratete. Auf einer Skala von eins bis zehn bewerteten verheiratete Paare laut einer am Mittwoch in München veröffentlichten Studie für den SKL-Glücksatlas ihre Beziehung mit durchschnittlich 8,51 Punkten. Unverheiratete Paare kamen auf 7,69 Punkte, was einem Unterschied von 0,82 Punkten entspricht.

Bierbrauer Heineken streicht bis zu 6000 Stellen in den kommenden zwei Jahren

Sinkender Absatz: Der niederländische Brauereikonzern Heineken will sparen und in den kommenden zwei Jahren "5000 bis 6000 Stellen streichen". Heineken verwies am Mittwoch auf "schwierige Marktbedingungen". Daher wolle der Konzern seine Produktivität "in großem Umfang steigern, um erhebliche Einsparungen zu erzielen". Heineken ist der zweitgrößte Brauereikonzern der Welt mit insgesamt mehr als 85.000 Beschäftigten.

Textgröße ändern: