Pallade Veneta - TÜV-Verband: Führerscheinprüfungen auf neuem Allzeithoch

TÜV-Verband: Führerscheinprüfungen auf neuem Allzeithoch


TÜV-Verband: Führerscheinprüfungen auf neuem Allzeithoch
TÜV-Verband: Führerscheinprüfungen auf neuem Allzeithoch / Foto: Sascha Schuermann - AFP

Trotz der als zu hoch kritisierten Kosten für den Führerschein ist die Zahl der Fahrprüfungen in Deutschland auf einen neuen Rekord gestiegen. Über alle Klassen hinweg wurden im vergangenen Jahr laut einer am Mittwoch veröffentlichten Datenerhebung des TÜV-Verbands 2,04 Millionen Theorieprüfungen abgelegt und damit 1,6 Prozent oder rund 33.000 Prüfungen mehr als 2024. Zugleich wurden rund 1,89 Millionen Praxisprüfungen und damit etwa 90.000 mehr abgelegt als im Vorjahr (plus 4,9 Prozent).

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Mit Abstand am beliebtesten ist der Autoführerschein: Die Klassen B und BF17 (Führerschein mit 17) machten 80 Prozent der theoretischen und 73 Prozent der praktischen Prüfungen aus. "Der Führerschein boomt wie eh und je", erklärte Experte Richard Goebelt vom TÜV-Verband.

Die Mehrheit der Fahrschülerinnen und -schüler bestand die Prüfung für den Autoführerschein im vergangenen Jahr im ersten Anlauf. In der Theorie waren es 63 Prozent, in der Praxisprüfung 65 Prozent. "Zur Wahrheit gehört aber auch: Die Gruppe der Wiederholenden tut sich schwer und scheitert häufig sogar mehrfach", erklärte Goebelt. Bei Wiederholungsprüfungen liegt die Bestehensquote laut TÜV in der Theorie bei 44 Prozent und in der Praxis bei 58 Prozent.

"Wer den Führerscheinerwerb effizienter und kostengünstiger gestalten will, muss alles daransetzen, den ersten Prüfungsversuch zum Erfolg zu machen", fuhr Goebelt fort. Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hatte im Herbst eine Reform des Führerscheins ankündigt. Am Mittwoch will Schnieder seine "weiterentwickelten Eckpunkte" der Reform vorstellen. Ziel der Reform ist laut Minister, "den Erwerb des Führerscheins bezahlbarer zu machen – bei gleichbleibend hohen Standards der Verkehrssicherheit".

Der TÜV-Verband schlug "verbindliche, einheitliche digitale Lernstandskontrollen" vor, mit der vor der Prüfung die "Prüfungsreife" festgestellt werden solle. Kritisch sieht der Verband hingegen "Vorschläge, die auf eine pauschale Absenkung von Anforderungen bei der Fahranfängervorbereitung hinauslaufen - etwa bei der Fahrzeit, Prüfungsdauer und im Fragenkatalog".

P.Colombo--PV

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