Pallade Veneta - Studie: Mütter empfinden Leben in Deutschland ungerechter als Väter

Studie: Mütter empfinden Leben in Deutschland ungerechter als Väter


Studie: Mütter empfinden Leben in Deutschland ungerechter als Väter
Studie: Mütter empfinden Leben in Deutschland ungerechter als Väter / Foto: Jonathan NACKSTRAND - AFP/Archiv

Mütter empfinden das Leben in Deutschland einer Umfrage zufolge ungerechter als Väter. Das geht aus der sogenannten Sozialstudie der Universität Bielefeld im Auftrag der Bepanthen-Kinderstiftung des Pharmakonzerns Bayer hervor, die am Sonntag in Leverkusen veröffentlicht wurde. So waren 61 Prozent der befragten Mütter der Ansicht, dass harte Arbeit in Deutschland nicht belohnt werde. Bei den Vätern lag der Anteil bei knapp unter 50 Prozent.

Textgröße ändern:

82 Prozent der weiblichen und knapp 70 Prozent der männlichen Elternteile gaben zudem an, dass Rentnerinnen und Rentner aus ihrer Sicht im Alter finanziell nicht gut abgesichert seien. Über 60 Prozent der Mütter waren zudem der Meinung, dass Männer und Frauen in Deutschland nicht gleich behandelt würden. Bei den Vätern waren nur 27 Prozent dieser Ansicht. Auch bei der Frage, ob Armen in Deutschland gut geholfen werde, zeigte sich eine Diskrepanz zwischen den Geschlechtern. 54 der Mütter, aber nur 39 Prozent der Väter sahen das nicht so.

Auch zwischen Alleinerziehenden und in Partnerschaft lebenden Eltern zeigte sich in der Studie ein unterschiedliches Empfinden des Gerechtigkeitsniveaus. So sahen zum Beispiel 84 Prozent der Alleinerziehenden die Chancengleichheit für Kinder negativ, während das nur bei 68 Prozent der Befragten in Partnerschaft der Fall war. Auch die Absicherung für Rentner sahen Alleinerziehende mit 90 Prozent deutlich kritischer als Eltern mit Partner mit 76 Prozent.

Für die Sozialstudie waren im November und Dezember 2023 Familien in ganz Deutschland befragt worden. An der Onlinebefragung nahmen den Autoren zufolge 660 Kinder, 570 Jugendliche sowie deren Eltern teil. Insgesamt waren dies 1230 Mütter und Väter.

O.Merendino--PV

Empfohlen

EU und China einigen sich auf Begrenzung chinesischer Hybridauto-Exporte

Die Europäische Union und China haben sich auf eine Begrenzung der chinesischen Exporte von Hybridautos nach Europa verständigt. "Dies eröffnet die Aussicht, Chinas Export um mehr als die Hälfte zu reduzieren", sagte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nach einem Treffen mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao am Freitag in Peking. Der europäische Herstellerverband Acea begrüßte die Einigung als "positiven Schritt" zur Entschärfung des Handelskonflikts zwischen den beiden Seiten.

Deutlich weniger Korridorsanierungen bis 2031: Bahn streckt Baustellenplanung

In den kommenden Jahren soll es deutlich weniger lange Streckensperrungen wegen umfassender Sanierungen durch die Deutsche Bahn geben. Statt 21 bislang geplanter sogenannter Korridorsanierungen sollen bis 2031 nun nur 13 umgesetzt werden, wie die Infrastruktursparte der Bahn DB Infrago und das Bundesverkehrsministerium am Freitag mitteilten. Sie verweisen auf eine bessere Machbarkeit der Vorhaben bei einem reduziertem Pensum. Finanzielle Gründe dürften allerdings auch ein Rolle spielen.

Zusammenstöße zwischen Jugendlichen und Polizei am Rande einer Demo in Brüssel

Nach tagelangen Schülerprotesten in belgischen Städten ist es am Rande einer Demonstration gegen Sparmaßnahmen in Brüssel zu Zusammenstößen zwischen Jugendlichen und der Polizei gekommen. Die Polizei erklärte am Freitag, sie sei von zum Teil maskierten Jugendlichen mit Stöcken und Flaschen angegriffen worden und habe daraufhin Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt. Demnach handelte es sich um "mehrere hunderte Jugendliche", die sich den Demonstranten angeschlossen hätten.

Selenskyj: "Erhebliche Schäden" am Stromnetz der Ukraine durch russische Angriffe

Die jüngsten russischen Angriffe auf die Ukraine haben nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj landesweit "erhebliche Schäden" am Stromnetz verursacht. Reparaturarbeiten liefen "Tag und Nacht", erklärte Selenskyj am Freitag in Onlinediensten. Betroffen sei auch die Stromversorgung von Verkehrsunternehmen.

Textgröße ändern: