Pallade Veneta - Bundesbankpräsident Nagel warnt vor Risiken eines langanhaltenden Nahostkonflikts

Bundesbankpräsident Nagel warnt vor Risiken eines langanhaltenden Nahostkonflikts


Bundesbankpräsident Nagel warnt vor Risiken eines langanhaltenden Nahostkonflikts
Bundesbankpräsident Nagel warnt vor Risiken eines langanhaltenden Nahostkonflikts / Foto: Cole Burston/ - AFP

Bundesbankpräsident Joachim Nagel hat vor den wirtschaftlichen Risiken eines langanhaltenden, gravierenden Konflikts in Nahost gewarnt. Dann könnten beispielsweise die Ölpreise "erheblich" steigen, sagte er am Montag beim Euro Finance Summit in Frankfurt am Main. Die wirtschaftlichen Perspektiven für Deutschland könnten sich dann "spürbar verändern". Noch aber lasse sich kaum beurteilen, wie sich die Lage im Nahen Osten nach dem Angriff Israels auf den Iran entwickeln wird.

Textgröße ändern:

Auch ohne die Folgen des jüngsten Konflikts bleibe der Weg für Deutschland "herausfordernd", sagte Nagel weiter. Einerseits belasteten die US-Handelspolitik und die geopolitische Unsicherheit. Andererseits stütze das Fiskalpaket der Bundesregierung die Konjunktur. "Ein leichter Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Leistung erscheint deshalb im Jahresdurchschnitt gut möglich", sagte er.

Im kommenden Jahr halten die Fachleute der Bundesbank demnach einen spürbaren Anstieg des deutschen Bruttoinlandsprodukts um kalenderbereinigt 0,7 Prozent für wahrscheinlich. Für 2027 prognostizieren sie laut Nagel eine Wachstumsrate von 1,2 Prozent.

Der Bundesbankpräsident betonte dabei aber, dass der Konjunkturausblick derzeit "extrem unsicher" sei. "Aber außergewöhnliche Unsicherheit scheint ja schon fast zur neuen Normalität zu werden."

D.Vanacore--PV

Empfohlen

Kauft Lauch: Französische Supermärkte unterstützen Gemüsebauern

Mit einem Aufruf zum Kauf von Lauch wollen französische Supermärkte die heimischen Gemüseproduzenten unterstützen. Das milde Klima habe zu einer Überproduktion von Porree geführt, hieß es in einer am Dienstag verbreiteten Erklärung. Wenn die großen Lauchmengen nicht bald verkauft würden, könnten sie verderben. Dies würde für die Produzenten einen finanziellen Verlust bedeuten. Vor einigen Wochen hatten französische Supermärkte bereits eine ähnliche Werbekampagne für heimischen Blumenkohl gestartet.

Online-Sicherheit für Jugendliche: Plattformbetreiber im Fokus

In der Debatte um einen besseren Schutz von Jugendlichen im Internet rücken zunehmend die Betreiber der Sozialen Netzwerke in den Fokus. Anlässlich des Safer Internet Day forderten Verbraucherschützer und führende Politiker am Dienstag, die entsprechenden Unternehmen schärfer zu kontrollieren. Gegen ein Social-Media-Verbot für Minderjährige gibt es indes parteiübergreifende Bedenken.

EU-Parlament beschließt neue Kennzeichnung für alkoholfreie Weine

Das Europaparlament hat neue Kennzeichnungen für alkoholfreie und alkoholreduzierte Weine auf den Weg gebracht. Die Abgeordneten stimmten am Dienstag in Straßburg dafür, dass Wein mit weniger als 0,05 Prozent Alkohol künftig EU-weit als "alkoholfrei" und mit dem Zusatz "0,0 Prozent" verkauft werden darf. Wein mit deutlich reduziertem Alkoholgehalt - aber mehr als 0,5 Prozent - darf als "alkoholreduziert" bezeichnet werden.

Autoindustrie warnt vor Arbeitsplatzverlust in Deutschland - und fordert Reformen

Die Lage für die deutsche Automobilindustrie droht sich nach Einschätzung des Branchenverbandes VDA weiter zuzuspitzen. Im vergangenen Jahr bauten laut einer Umfrage des Verbands unter Zulieferern und weiteren mittelständisch geprägten Herstellern rund zwei Drittel (64 Prozent) der Unternehmen Beschäftigung am Standort Deutschland ab. Zudem seien die Investitionsabsichten in Deutschland "weiter schwach", sagte VDA-Chefvolkswirt Manuel Kallweit am Dienstag in Berlin.

Textgröße ändern: