Pallade Veneta - Warentest: Erdbeeren aus Südeuropa nicht stärker pestizidbelastet als heimische

Warentest: Erdbeeren aus Südeuropa nicht stärker pestizidbelastet als heimische


Warentest: Erdbeeren aus Südeuropa nicht stärker pestizidbelastet als heimische
Warentest: Erdbeeren aus Südeuropa nicht stärker pestizidbelastet als heimische / Foto: Mario ARMAS - AFP

Aus Südeuropa importierte Erdbeeren sind nicht grundsätzlich stärker mit Pestiziden belastet als Früchte aus Deutschland. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung der Stiftung Warentest, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Der Test von 23 Produkten fiel demnach insgesamt gut aus, die Pestizidbelastung ist insgesamt "sehr gering bis gering" und liegt deutlich unter den gesetzlichen Höchstwerten.

Textgröße ändern:

Bio-Erdbeeren schneiden in der Regel besser ab: "Während konventionelle Erdbeeren oft mehrere Wirkstoffe enthielten - bis zu zwölf verschiedene in einer Probe - konnten wir bei vier Bio-Proben keinerlei Rückstände nachweisen", erklärte Swantje Waterstraat von Stiftung Warentest. Preislich sind die Unterschiede jedoch groß, heimische Bio-Erdbeeren kosten bis zu fünf Mal mehr als konventionelle Importware.

Die Warentester empfehlen dennoch den Kauf heimischer Erdbeeren. Die Früchte seien geschmacklich besser, weil sie "vollreif" geerntet würden. "In Südeuropa angebaute Sorten sind oft auf gute Transportfähigkeit gezüchtet, aber weniger aromatisch." Auch verlören die Importfrüchte mit der Zeit Inhaltsstoffe wie Vitamin C.

Lokale Saisonware sei zudem deutlich klimafreundlicher. "Aus Nordafrika eingeflogene Erdbeeren haben (...) einen zwölf Mal höheren CO2-Fußabdruck", erklärten die Warentester. Noch klimaschädlicher seien Erdbeeren im Winter aus beheizten Treibhäusern, selbst wenn sie aus Deutschland stammen.

Spanische Import-Erdbeeren schneiden in ihrer direkten Klimabilanz nicht viel schlechter ab als heimische Saisonware. Hier hebt Stiftung Warentest jedoch zum einen die Wasserknappheit in der wichtigen Anbauregion in Huelva in Andalusien hervor, die durch den Erdbeeranbau verschärft werde. Zum anderen seien die Arbeitsbedingungen von Saisonarbeitern dort sehr schlecht.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

Tourismus: Neuer Rekord bei Übernachtungen in deutschen Betrieben

Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben in den ersten acht Monaten des Jahres so viele Übernachtungen von Gästen verbucht wie nie. In Summe waren es von Januar bis August 340,8 Millionen Übernachtungen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Anstieg um 0,5 Prozent. Den bisherigen Rekordwert von 2024 überstieg der Wert um 0,4 Prozent.

Bundestag gibt grünes Licht für neue Bahnstrecke Hamburg-Hannover

Der Bundestag hat grünes Licht für den Neu- und Ausbau der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover gegeben. Der Bundestag stimmte am Mittwochabend für eine entsprechende Beschlussempfehlung. Dieser Schritt ist die Voraussetzung dafür, dass die Deutsche Bahn das Projekt weiter planen kann.

Prien: Frühkindliche Bildung entscheidend für Schulerfolg - Gesetz im Bundestag

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) hat die hohe Bedeutung der frühkindlichen Bildung für einen späteren Erfolg in der Schule betont. Dass die Leistungen der Schülerinnen und Schüler immer weiter absinken und immer weniger Kinder die Mindeststandards erreichen, "hat eben seinen Grund in den frühkindlichen Jahren", sagte sie am Freitagmorgen im Bayerischen Rundfunk. "Da sind Familien gefordert, aber eben vor allem auch die Kita."

Ethikbehörde: Trump-Trust investiert massiv in Meta und SpaceX

US-Präsident Donald Trump und seine Familie haben massiv in die Technologiekonzerne Meta und SpaceX investiert. Der Treuhandfonds, der Trumps Vermögenswerte verwaltet, habe im August Aktien der Instagram-Mutter Meta im Wert von bis zu 25 Millionen Dollar (gut 22 Millionen Euro) gekauft, teilte die US-Ethikbehörde (Office of Government Ethics, OGE) am Donnerstag mit. Dazu kämen Unternehmensanleihen des Raumfahrtunternehmens Space X im Wert von bis zu fünf Millionen Dollar.

Textgröße ändern: